25. Mai 2021

Mörderischer Rassismus in Deutschland: Über 180 Menschen wurden seit 1990 durch Gewahrsam oder Polizei getötet

Am 25. Mai 2020 wurde George Floyd in den USA Opfer eines rassistischen Polizeimordes. Der Pandemie zum Trotz löste Floyds Tod auf der ganzen Welt kraftvolle Proteste für Schwarze Leben aus (Black Lives Matter). Als Bündniskampagne Death in Custody dokumentieren wir seit 2019 Todesfälle von rassifizierten Menschen in Gewahrsamssituationen. Durch die Black Lives Matter Bewegung konnte auch in Deutschland neue Sichtbarkeit für die Realität von tödlichem Rassismus in Gewahrsamssituationen geschaffen werden.

Die Recherche des Bündnisses Death in Custody zählt mittlerweile über 180 Todesfälle von People of Color in Gewahrsamssituationen und wurde im Rahmen von Black Lives Matter zu einer wichtigen Ressource, um strukturelle rassistische Polizeigewalt im deutschen Kontext sichtbarer zu machen und anzuprangern. Die Recherche (siehe https://doku.deathincustody.info/) liefert einschlägige Erkenntnisse über den strukturellen Charakter tödlicher rassistischer Gewalt in Polizeigewahrsam, Gefängnissen und Psychiatrien. Hierbei sind Geflüchtete und prekär lebende People of Color sowie People of Color in psychischen Ausnahmesituationen einem besonders großen Risiko ausgesetzt, durch Gewahrsamssituationen getötet zu werden. Weiterlesen ...

6. Mai 2021

Wo bleibt die Unabhängige Beschwerdestelle?

Es ist Zeit, Druck zu machen: Berlin soll eine neue Behörde bekommen, eine:n Polizei- und Bürgerbeauftragte:n. Auch zu Beschwerden im Bereich Schule soll diese Stelle arbeiten. Aber warum existiert sie bis heute nicht?

Diskriminierung an Schulen: Steigende Fallzahlen auch im virtuellen Klassenzimmer, eskalierende Benachteiligung aufgrund ungleicher Ausstattung im “Homeschooling”, Prüfungspanik, Zukunftsängste und Überlastung sowohl unter Schüler:innen als auch dem Lehrpersonal.

Auch ein Jahr nach dem ersten Lockdown hat die Bildungsverwaltung die Lage an Berliner Schulen nicht im Griff. Und seit fünf Monaten ist auch die nicht unumstrittene Stelle der:des verwaltungsinternen Antidiskriminierungsbeauftragten nicht mehr besetzt - ganz zu schweigen von den nicht stattfindenen Fortbildungen der eigentlich verpflichtenden diskriminierungskritischen Qualifizierungsreihe für Mitarbeiter:innen der Bildungsverwaltung. Weiterlesen ...

29. April 2021

Bundesweiter Aktionstag: “Ihr seid keine Sicherheit!”

Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis in Sicherheitsbehörden: Das Aktionsbündnis Antirassismus ruft zum Protest auf.

"Rassistische Polizeigewalt - diskriminierende Kontrollen, Einschüchterungen, Angriffe, Morde und Todesfälle in Gewahrsam - ist in Deutschland an der Tagesordnung. Weiterlesen ...

15. März 2021

Berlin braucht Antirassismusbeauftragte an den Hochschulen!

Das Berliner Hochschulgesetz soll überarbeitet werden: So sieht es der Koalitionsvertrag vor. Jetzt werden diese Pläne konkret. Die Senatskanzlei arbeitet an einem Entwurf, der noch in diesem Jahr im Abgeordnetenhaus abgestimmt werden soll. Wir fordern die Senatskanzlei auf: Beziehen Sie Vertreter_innen der rassismusbetroffenen Zivilgesellschaft mit in den Prozess ein. Der Zeitpunkt, Strukturen für antirassistische Arbeit an Berliner Hochschulen einzurichten, ist jetzt! Denn Rassismus und Diskriminierung an Hochschulen sind ein Problem mit besonderer gesamtgesellschaftlicher Auswikung.  Weiterlesen ...

8. März 2021

Feministische Kämpfe und Pandemie

Was bedeutet uns der 8. März?
Die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns treffen marginalisierte Gruppen besonders hart. Nicht nur wirtschaftliche und finanzielle Geschlechter-Ungleichheiten werden sichtbarer, es zeigt sich jetzt noch deutlicher als zuvor, wie sie mit Gewalt und Diskriminierung, Rassismus, kolonialen Kontinuitäten, Klassenverhältnissen, Ableismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit zusammenhängen. Weiterlesen ...

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