8. Juni 2020

Veröffentlichung: Recherche – Todesfälle in Gewahrsam

Die bundesweite Kampagne diverser Initiativen Schwarzer, migrantischer und of Color Selbstorganisationen „Death in Custody – Aufklärung von Tod in Gewahrsam jetzt!" veröffentlicht anlässlich der Ermordung von George Floyd in Minneapolis ihre bisherigen Rechercheergebnisse zu Todesfällen von Schwarzen Menschen und Menschen of Color in Gewahrsamssituationen in Deutschland seit 1990. Muster institutionellen Rassismus werden deutlich erkennbar.

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2. Juni 2020

Verabschiedung des LADG: Etappensieg für die Antidiskriminierungsarbeit?

Update vom 04.06.2020: Das LADG ist beschlossen!

Am 04. Juni findet die voraussichtlich letzte Beratungssitzung über das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) im Berliner Abgeordnetenhaus statt. Damit steht das LADG nach langen Jahren unermüdlicher Verhandlungen und trotz der massiven Abwehr bei Teilen der Politik und Verwaltung vor seiner Verabschiedung. Zivilgesellschaft und Verwaltung bekommen neue Hausaufgaben mit auf den Weg. Weiterlesen ...

22. April 2020

Menschen mit unsicherer Aufenthaltsperspektive vor massenhaftem Verlust ihrer Aufenthaltstitel schützen!

Seit nun vier Wochen hält die Corona-Pandemie auch Deutschland in Anspannung. Das Ende ist nicht in Sicht. Menschen fürchten zu Recht um ihre Lebensgrundlagen, ihre Arbeit, ihre Zukunft. Wirtschaftswissenschaftler*innen sagen eine Rezession voraus. Schon jetzt überschlagen sich Meldungen über strauchelnde Unternehmen, Hilferufe von Soloselbständigen und kleinen und mittleren Unternehmen. Weiterlesen ...

10. April 2020

FAQ: Asyl, Aufenthalt, Arbeit und Ausbildung

Im Zuge der Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 haben sich in Berlin aktuell viele Behördenprozesse kurzfristig verändert, es wurden Verordnungen erlassen und verschiedene Unterstützungsprogramme geschaffen. Wir haben hier einige Informationen und Adressen gesammelt, an die Sie sich für Unterstützung wenden können: Weiterlesen ...

20. März 2020

+++ Gesundheitsversorgung sicherstellen! Lager auflösen! Menschen und ihre Rechte schützen! +++

Wir unterstützen den Aufruf von We'll come united, der Landesflüchtlingsräte, der Medibüros/Medinetze und vieler weiterer Organisationen, die die Bundesregierung und die Landesregierungen auffordern, sofort Maßnahmen zu ergreifen, die dem dynamischen Epidemiegeschehen begegnen. Gesundheitsversorgung muss für alle Menschen garantiert sein. Deswegen muss der sofortige Leerzug von Lagern veranlasst werden!

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16. März 2020

“Wenn Menschen in Gewahrsam sterben, ist das Mord.”

Die geplante Demonstration zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt am 15.03. musste ausfallen im Rahmen von Maßnahmung zur Eindämmung des Corona-Virus. Wir begrüßen und unterstützen das solidarische Verhalten aller Menschen ausdrücklich, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Gleichzeitig und ergänzend ist es uns wichtig, Protest im öffentlichen Raum - sei es auf der Straße oder virtuell - stattfinden zu lassen. Gerade nach den rassistischen Morden in Hanau verspüren wir das große Bedürfnis nach viel mehr Sichtbarkeit für die Auswirkungen von vor allem institutionellem Rassismus in Polizei und anderen Behörden, für unsere Forderungen an diese Taten hinnehmende weiße deutsche Dominanzgesellschaft und Politik und mehr Sichtbarkeit für die Geschichten der Opfer von rassistischer (Polizei)gewalt. Aus diesem Grund veröffentlichen wir hier unseren gemeinsamen Redebeitrag aus der Kampagne "Death in Custody". Weiterlesen ...

12. März 2020

Demonstration am 15. März: Internationaler Tag gegen Polizeigewalt

Zum Internationalen Tag gegen Polizeigewalt am 15. März 2020 lädt die Kampagne „Death in Custody – Aufklärung von Tod in Gewahrsam jetzt!“ zur bundesweiten Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt nach Berlin-Moabit ein. Immer wieder sterben in Deutschland Schwarze und People of Color in Gewahrsam von Polizei und anderen staatlichen Institutionen. Eine der Hauptursachen ist institutioneller Rassismus.

10. März 2020

“Jeder Tag ist Frauen*Kampftag”

Nicht nur am 8. März haben feministische Forderungen Relevanz, sagt Gülşen Aktaş im Gespräch mit Koray Yılmaz-Günay. Gülşen liebt Rosa Luxemburg und verachtet Faschismus. Sie ist Kurdin, die global denkt und lokal handelt. Weiterlesen ...

27. Februar 2020

ComE In: Jetzt bewerben!

 
Ausschreibung
Der Migrationsrat Berlin e.V. (MRB) ruft im Rahmen des Projekts ComE In – Community, Empowerment, Intersektional migrantische und diasporische Organisationen zur Einreichung von Projektvorhaben mit LSBT*I*(Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*, Inter*)-Schwerpunkt für das Förderjahr 2020 auf. ComE In fördert berlinweit mindestens fünf Organisationen und Initiativen mit 5.000, 2.000 oder 1.000 Euro zur Projektumsetzung.  Weiterlesen ...

20. Februar 2020

Zum rassistischen Terroranschlag in Hanau

In Hanau hat am späten Mittwochabend ein mutmaßlich weiß-deutscher Staatsbürger erst neun Menschen ermordet und später offenbar seine Mutter und dann sich selbst erschossen. Die Berichterstattung weist auf ein rassistisches Tatmotiv hin. Wir trauern mit den Hinterbliebenen der Ermordeten und erwarten konsequentes Einschreiten gegen jede Form von Rassismus. Weiterlesen ...

10. Februar 2020

Werkstatt der Kulturen erneut auf “unsicherem Fundament”

Mit Bestürzung nehmen wir zur Kenntnis: Der von der Senatsverwaltung für Kultur ernannte Träger für die Werkstatt der Kulturen ist scheinbar schon im ersten Monat seiner Arbeit auseinandergebrochen. In einem an mehrere Organisationen verschickten Mitteilungsschreiben wird der Ausstieg zweier Gesellschafter_innen des neuen Trägers UG Kultur Neu Denken sowie der künstlerischen Leitung angekündigt. Wir erwarten sowohl von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa als auch vom neuen Träger eine offizielle Stellungnahme zu diesem Sachverhalt. Sollte sich die Trennung der UG Kultur Neu Denken bestätigen, stünde die Arbeit der Werkstatt der Kulturen auf einem völlig unsicheren Fundament. Weiterlesen ...

5. Februar 2020

Entgleisung in Thüringen: Ministerpräsident mit AfD Stimmen gewählt

[:de]Mit Entsetzen und Sorge haben wir verfolgt, wie heute bei der Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten im dritten Wahlgang ein Kandidat von Gnaden der offen rassistischen und chauvinistischen «Alternative für Deutschland» gewählt wurde. Dass Thomas Kemmerich (FDP) die Wahl annimmt, in dem Wissen, mit Stimmen einer Partei gewonnen zu haben, die von einem Faschisten angeführt wird, ist ein fatales Signal - nicht nur an die (post)migrantische Zivilgesellschaft, sondern an alle Menschen, die sich für eine demokratische, gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen. Weiterlesen ...

5. Dezember 2019

Das Landesantidiskriminierungsgesetz: Ein Gesetz im Sinne der Betroffenen – nach demokratischem Prinzip!

Einladung zum Pressegespräch:
Dienstag 10.12.2019, 10-11 Uhr
Migrationsrat Berlin, Oranienstraße 34, 10999 Berlin

Berlin - Noch in diesem Jahr soll das Landesantidiskriminierungsgesetz (kurz: LADG) verabschiedet werden. Antidiskriminierung stellt ein zentrales demokratisches Prinzip dar. Dennoch wird das LADG von Meinungsbildner*innen, wie z.B. einigen Polizeigewerkschaften, heftig diffamiert. Im Pressegespräch werden vier einschlägige Antidiskriminierungsakteur*innen Berlins Fehlinformationen korrigieren und vor allem: die Perspektiven der Menschen, um die es geht: die Betroffenen von Diskriminierung, ins Zentrum rücken. Weiterlesen ...

31. Oktober 2019

Struktureller Rassismus: Berliner Landeskriminalamt (LKA) führt Liste von „Ausländervereinen“

Das Berliner LKA wollte die Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V. (kurz: KuB e.V.) als „Ausländerverein“ einstufen. Grundlage dieser Entscheidung war laut einer Mitarbeiter*in vom LKA, dass die Namen der Vorstandsmitglieder „fremd“ klangen. Migrant_innenselbstorganisationen kritisieren daraufhin strukturellen Rassismus im LKA und fordern die Abschaffung des §14 „Ausländervereine“ im Vereinsrecht. Ausländervereine“ unterliegen verschärften Anzeige- und Auskunftspflichten und können einfacher verboten werden. Weiterlesen ...

10. Oktober 2019

Demokratieförderung statt Projektesterben

Verbände der diversen Zivilgesellschaft reagieren auf Ablehnung durch 'Demokratie Leben".

In einem Aufruf an die Bundesregierung fordern 30 Organisationen, darunter der Migrationsrat Berlin, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie die neuen deutschen organisationen die Verdoppelung des Förderprogramms "Demokratie Leben". Darüber hinaus appellieren sie dringend für ein Demokratiefördergesetz: Es brauche Maßnahmen zur langfristigen Absicherung ihrer Strukturen. Diese setzten sich zum Teil seit Jahrzehnten für eine vielfältige, gleichberechtigte Einwanderungsgesellschaft ein. Weiterlesen ...

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