Antidiskriminierung im Bildungsbereich

Kritischer Kommentar zum aktuellen Stand Wirksame Antidiskriminierungsarbeit im Kontext Schule und Kita braucht neben einer bereits bereits beschriebenen Engführung der Stelle ADB, verlässliche zivilgesellschaftliche Strukturen der Prävention und Intervention, der Beratung und Begleitung, Räume für junge Menschen, eine Demokratisierung der Verwaltung sowie eine starke Unabhängige Anlauf- und Beschwerdestelle. Die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend…

Kritischer Kommentar zum aktuellen Stand

Wirksame Antidiskriminierungsarbeit im Kontext Schule und Kita braucht neben einer bereits bereits beschriebenen Engführung der Stelle ADB, verlässliche zivilgesellschaftliche Strukturen der Prävention und Intervention, der Beratung und Begleitung, Räume für junge Menschen, eine Demokratisierung der Verwaltung sowie eine starke Unabhängige Anlauf- und Beschwerdestelle.

Die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Sen BJF) vom 07. Juli 2025 auf die parlamentarische Anfrage 19/2298 zu “Diskriminierung an Berliner Schulen und Rolle der Antidiskriminierungsbeauftragten“ der Partei Die Grünen belegt, wovor wir seit langem warnen: Die Gelingensbedingungen für die Stelle der Antidiskriminierungsbeauftragten (ADB) für Berliner Schulen sind strukturell und institutionell derart voraussetzungsvoll, dass eine angemessene und an fachbezogene Standards geknüpfte Antidiskriminierungsarbeit nicht möglich ist.

Weder zeigt der Senat den notwendigen politischen Willen, noch bestehen über wohlfeile Deklarationen hinaus innerhalb der Bildungsverwaltung die institutionellen Möglichkeiten, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und rechtlichem Rahmen notwendig wären. 

Auch in der jüngeren Debatte um den Umgang der Bildungsverwaltung mit Diskriminierung – ausgelöst durch den öffentlich gemachten Skandal an der Carl-Bolle-Grundschule – scheinen immer wieder Aspekte der Kritik durcheinander geraten zu sein. Daher skizzieren wir im Folgenden einige Aspekte der fachlichen Kritik an der Antidiskriminierungspolitik der Berliner Regierung und Antidiskriminierungsarbeit der Bildungsverwaltung.

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Kontakt für Rückfragen & Interviews:

Ed Greve, Referent für Antidiskriminierung
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