Trauer und Wut nach der Amokfahrt beim Berliner CSD

Die Nachricht von der Amokfahrt gegen den CSD macht uns zutiefst traurig, vor allem über den Tod einer Person und den Schmerz der Verletzten und der ihrer Angehörigen und Liebsten. Sie löst auch Wut und Ekel aus, über die Freude aller, die queere Menschen hassen und verachten: Rechte Hetzer*innen hinterlassen keine Stunde nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Täters schadenfrohe queerfeindliche und gleichzeitig rassistische Hasskommentare im Netz. Unsere queeren Communitys müssen…

Die Nachricht von der Amokfahrt gegen den CSD macht uns zutiefst traurig, vor allem über den Tod einer Person und den Schmerz der Verletzten und der ihrer Angehörigen und Liebsten. Sie löst auch Wut und Ekel aus, über die Freude aller, die queere Menschen hassen und verachten: Rechte Hetzer*innen hinterlassen keine Stunde nach Bekanntwerden des mutmaßlichen Täters schadenfrohe queerfeindliche und gleichzeitig rassistische Hasskommentare im Netz.

Unsere queeren Communitys müssen nun einmal mehr befürchten, dass auch die CDU und Teile der SPD diese Tat als Anlass nutzen wird, ihren autoritären und migrationsfeindlichen Kurs zu verschärfen und gleichzeitig von der dringend notwendigen Bekämpfung aller patriarchaler und faschistischer Gewalt abzulenken.

Besonders viel Kraft müssen in dieser Zeit queere Menschen aufbringen, die selbst auch von Rassismus betroffen sind und nun um ihre eigenen Unversehrtheit und um die ihrer Angehörigen fürchten.

Kanzler Merz, der Regierende Bürgermeister Wegner oder Finanzsenator Evers können mit ihren Worten nicht darüber hinwegtäuschen, das unter ihrer Verantwortung queere Schutzräume, Unterstützungsangebote und Bildungsprogramme gekürzt oder gestrichen werden und insgesamt nach wie vor unterfinanziert sind.

Insbesondere aus der Bundesregierung wirkt das Interesse für die Sicherheit queerer Menschen geheuchelt. Nach wie vor werden queere Asylsuchende aus Deutschland in Länder abgeschoben werden, in denen sie verfolgt werden. Die Details über den Umgang im BAMF mit queeren Geflüchteten lassen einen bisweilen übel werden.

Wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten. Nicht durch rassistische und queerfeindliche Hetze, nicht durch politische Instrumentalisierung, nicht durch Einschüchterungsversuche.

Unsere Communitys brauchen keine Symbolpolitik, sondern konsequenten Schutz für jedes queere Leben, verlässliche Finanzierung unserer Arbeit und Angebote und eine klare Haltung gegen jede Form von queerfeindlicher, rassistischer und faschistischer Gewalt.

Kontakt für Rückfragen & Interviews:

Ed Greve
ed.greve[at]migrationsrat.de
0176 99 11 49 43