27. Februar 2020

ComE In

Logo des ComE In-Projekts

Was bedeutet der * und was der _?

Das Projekt ComE In – Community, Empowerment, Intersektional wurde 2020 vom MRB in Kooperation mit GLADT e.V. initiiert. Kern des Projektes ComE In ist die Auffassung, dass nur eine ganzheitliche Auseinandersetzung auf allen strukturellen und/oder organisatorischen Ebenen zu einer generellen Gleichberechtigung aller Menschen führen kann. Aus diesem Grund ist es für die Arbeit von ComE In zentral sich auf allen Ebenen mit Diskriminierung und Empowermentprozessen auseinanderzusetzen und beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Beispielhaft bedeutet das, diese Bereiche nicht zu sehr voneinander zu trennen und gleichzeitig ihre Gemeinsamkeiten mitzudenken. Diese Auffassung ermöglicht, dass migrantisch-diasporische queere Initiativen Selbststärkungs- und Teilhabeprozessse durchlaufen können, MSOs sich empowern, öffnen und ihre Diversitäten zentrieren können und weiße LSBTIQ-Organisationen sichere Orte für alle Queeren Menschen werden können.

Ziel unseres Projektes ist es somit zum Einen ganzheitliche, solidarische, inklusive, sensibilisierte und empowernde intersektionale Räume für lesbisch*, schwule*, bisexuelle*, Trans*-, Inter* und Queere Menschen in Berliner migrantisch-diasporischen Selbstorganisationen zu schaffen. Zum Anderen weiße LSBTIQ-Szeneorte inklusiver, also diskriminierungsärmer, für migrantische-diasporische, Schwarze Menschen, Indigene Menschen und People of Color, die auch lesbisch*, schwul*, bisexuell*, Trans*-, Inter*, Queer sind, zu gestalten.

Was bedeutet ComE In?

Community. Weil MSOs und BIPoC LSBTIQ-Organisationen aufgrund ihrer eigenen Expertisen und Erfahrungen selbst wissen, welche Empowerment- und Sensibilisierungsformate sich am besten für ihre Communitys eignen und weil eine solidarische community-übergreifende Zusammenarbeit etabliert werden muss.

Empowerment. Weil mehrdimensional diskriminierte Menschen aus und für intersektionale Perspektiven gestärkt werden müssen, um überall und immer solidarische Formen der Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Selbsthilfe zu fördern.

Intersektional. Weil Intersektionalität eine differenzierte Perspektive auf die komplexen Erfahrungen von Menschen in ihrem Umfeld und Alltag ermöglicht. Dies ist zentral, um unterschiedliche Diskriminierungsformen nicht gegeneinander auszuspielen. Stattdessen soll ein solidarischer Umgang hierin etabliert werden, da Erfahrungen von Mehrdimensiaonaldiskriminierungen bei Schwarzen Menschen, Indigenen Menschen und Personen of Color kein Einzelfall sind.

Was machen wir bei ComE In?

ComE In unterstützt migrantisch-diasporische Selbstorganisationen in der Umsetzung ihrer Sensibilisierungs- und Empowermentprojekte. Während Migrant_innenselbstorganisationen zu LSBTIQ-Themen und in ihrer strukturellen Öffnung gegenüber LSBTIQ unterstützt werden, werden BIPoC LSBTIQ-Selbstorganisationen in der Umsetzung ihrer Empowermentprojekte gefördert. Die Herangehensweise bzw. Art der Unterstützung richtet sich bei ComE In immer an und nach den Bedürfnissen unserer Communitys. Die Zentrierung ihrer Bedarfe und ihrer Themen ist hierbei Ausgangspunkt, dies bedeutet: Beratung, sowie inhaltliche, finanzielle oder strukturelle Unterstützung. GLADT e.V. berät weiße, also LSBTIQ-Organisationen der Mehrheitsgesellschaft, bzgl. intersektionaler Diskriminierung, vor allem an den Schnittstellen von Rassismus, Migration und LSBTIQ.

Hier findet ihr unsere Teilprojekte 2020.

Unsere Zielgruppen im Überblick

  • Migrant_innen-Selbstorganisationen (MSO) und Geflüchteten-Selbstorganisationen (GSO)
  • Schwarze, Indigene, of Color LSBTIQ-Selbstorganisationen und LSBTIQ-Geflüchtetenselbstorganisationen
  • weiße LSBTIQ-Organisationen und Szeneorte
  • Ehemalige Teilprojekte/kooperierende MSO und weitere Multiplikator_innen

Allgemeine Anfragen bitte an come-in{at}migrationsrat.de.

Unser Team und weitere Kontakt Möglichkeiten findet ihr hier.


ComE In wird gefördert durch:

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