11. November 2020

Unsere Teilprojekte

Hier stellen wir euch die Projekte vor, die 2020 im Rahmen von ComE In gefördert werden konnten!

“Break Room” – Teilprojekt

Basierend auf einem Bild von Marie Minkov (@mmariemkv).

Ziel des Projekts Break Room ist es queere Schwarze Jugendliche, Indigene Jugendliche und Jugendliche of Color in ihrem Schreibprozessen zu unterstützen. Es geht darum sich eine Pause zu nehmen von den alltäglichen Aushandlungsprozessen um Diskriminierung und Texte zu schreiben, die erstmals nur für sich selbst sind. Es geht aber auch darum mit stereotypen Darstellungen und Klischees von queeren BIPoCs (bedeutet: Black, Indigenous, Person of Color) zu brechen, sich der Bewertung eines weißen Urteils zu entziehen und über Kreatives Schreiben differenzierte Bilder von queeren BIPoC zu erzählen. Hierfür hinterfragen wir unsere eigenen Wahrnehmungs- und Lesegewohnheiten, suchen uns Inspiration und Motivation in anderen literarischen Arbeiten. Übers Schreiben können wir uns zum Subjekt machen. Wir können uns Handlungsfähigkeit und Utopien erschreiben, Erfahrungen verarbeiten und neu erzählen und dies als kollektive Erfahrungen verstehen. Deshalb verstehen wir Kreatives Schreiben und die Auseinandersetzung mit diesen Texten als einen empowernden Prozess.

Da wir beide – Simoné und Arpana, die Initiator_innen des Projektes – nur begrenzte Perspektiven mitbringen, finden wir es wichtig, das Projekt stetig auszubauen, sodass wir noch weitere Schwerpunkte in den Schreibworkshops setzen und noch mehr Schreibende mit einbeziehen können. Intersektionalität bedeutet deshalb für unserer Projekt und unsere Initiative einen Prozess einzugehen, der nicht enden wird.

Die Instagram Accounts der Projektorganisator_innen sind @desde.s.mona (Simoné Goldschmidt-Lechner) und @a_aischa (Arpana Aischa Berndt), Break Room hat aber auch einen eigenen Account: @breakroom2020.

“DAMN* – Voicemail” – Teilprojekt

DAMN* (Deutsche Asiat*innen, Make Noise!) ist eine aktivistische Gruppe und politische Plattform für Menschen mit asiatischem Background. Queer Asia ist ein Netzwerk von queeren Wissenschaftler_innen, Akademiker_innen, Aktivist_innen, Künstler_innen und Performer_innen. 

VOICEMAIL ist eine Veranstaltungsreihe für Spoken Word, Comedy, Musik und Performance, die Menschen mit asiatischem Background eine Bühne bietet. Asiatische Menschen in Deutschland werden oft nicht wahrgenommen. Bei Voicemail haben sie deswegen die Möglichkeit “aufs Band zu sprechen” um ihre Erfahrungen, Gefühle und Geschichten zu teilen. Vier Formate sollen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Mit dem Event soll die bewusste Wahrnehmung diverser asiatischer Identitäten gestärkt und ein Communityspace etabliert werden, wo wir uns austauschen, zusammen essen, lachen, weinen, träumen und organisieren können. Ein Format, dass unsere Perspektiven dokumentiert, sammelt und Tokenisierung entgegenwirken möchte. Außerdem soll das Bewusstsein gemeinsamer Kämpfe und die Solidarität zwischen verschiedenen Black-, Indigenous- und People of Color-Communitys gestärkt werden. 

Zu finden sind wir hier:

Instagram: @damn_berlin

Facebook: deutscheasiaten

Soundcloud: voicemail-berlin

Webseite: queerasia.com

“erklär mir mal…” – Teilprojekt

“erklär mir mal…” ist ein digitales, queeres (post-)migrantisches Bildungsformat auf Instagram. In IGTV-Videos erklären vier Moderator_innen wöchentlich politische Begriffe, die Wissenslücken bei jungen Menschen füllen und zur Identitätsfindung beitragen sollen.

Die vier Themenschwerpunkte lassen sich in vier Kategorien einordnen:

A. Queer & Feminismus

B. Politik & Gesellschaft

C. Anti- Rassismus

D. Open Space

In politischen Diskussionen werden oft komplexe Begriffe und Codes genutzt, die für einige sehr einschüchternd wirken können. Daher wollen wir auf einzelne Fragen und Unsicherheiten, die bei der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Diskriminierungsformen aufkommen, eingehen und Begrifflichkeiten aus der rassismuskritischen und sexismuskritischen Theorie barrierearm und zugangsnah erklären. Wir widmen uns in diesem Format Fragen wie: “Wissen wirklich alle, was die Begriffe ‘Heteronormativität’ oder ‘Diaspora’ bedeuten? Wann und warum kamen eigentlich Gastarbeiter*innen nach Deutschland?”

Da queere Menschen mit Migrationsbiografie in den Medien in Deutschland immer noch nicht ausreichend repräsentiert werden, bietet “erklär mir mal…” eine Plattform für eben diese. Zentral hierbei ist es, dass eigene Narrative von queeren Menschen mit Migrationsbiografie eingenommen werden. Diese sprechen über Themen wie Rassismus, stellen aber auch beispielsweise ihre Perspektiven auf Themen wie Nachhaltigkeit dar. In dieser Weise werden durch unser Projekt Inklusion, Empathie und interkulturelles Verständnis gefördert.

“erklär mir mal…” bietet der breiten Öffentlichkeit neue Betrachtungsweisen auf gesellschaftliche und/oder politische Themen. Zudem wird durch die Auswahl der Themen ein Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung bei jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren gefördert. Durch das Weitergeben von Wissen, Narrativen und konkreten Handlungsmöglichkeiten unterstützen wir die Kompetenzentwicklung von Betroffenen und Verbündeten, die sie in politischen Diskursen, aber auch in Alltagssituationen anwenden können. So wollen wir Empowerment und Widerstandfähigkeit fördern.

“erklär mir mal…” findet ihr auf Instagram: @erklaermirmal.

Oder kontaktiert uns: erklaermirmal[at]yahoo.com.

“Loom” – Teilprojekt

Loom strebt eine Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen für Jugendliche und Kinder an, um die Themenfelder Rassismus, Islamfeindlichkeit, LSBTIQ oder/und Vorurteile zu thematisieren. Diskriminierung, hier mit Fokus auf jegliche Form von Rassismus wird aufgedeckt sowie vermindert. Aus diesem Grund arbeitet der Verein in jeglicher Hinsicht intersektional. Dies zeigt sich sowohl im Gründer_innen-Team als auch im Vorstand.

Unsere tägliche Arbeit beinhaltet die Entwicklung unterschiedlichster Projektansätze, und die Organisation öffentlicher Seminare, Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Workshops.

Mit ComE In geht es bei uns um den Anfang; nämlich unsere Gründung. Wir werden alle Social Media Kanäle sowie eine Website erstellen und veröffentlichen und die praktische Gründung durchführen.

Ihr findet uns unter:

Webseite: www.loomverein.org

Twitter: v_loom

Instagram: @loom.verein

Facebook: Loom e.V. Gruppe

“MSG & Friends” – Teilprojekt

Deutsch

Hey Angels, wir sind Drago, Jasmin, Duc, Fritz und Marque. Zusammen organisieren wir MSG & Friends. Wir sind ein Kollektiv aus queeren asiatischen Künstler_innen und Aktivist_innen.

Die Hauptarbeit unserer Gruppe liegt in der gleichnamigen Veranstaltungsreihe, die monatlich in der Deriva Bar Neukölln abgehalten wird. Unser Ziel ist das Empowerment und die Unterstützung von (queer) asiatisch identifizierenden Künstler_innen. Wir möchten daher ein Safer Space bieten, bei dem Künstler_innen mit asiatischem Hintergrund sich und ihre Überzeugungen frei ausdrücken können, ohne den Druck einer weiß dominierten künstlerischen Institution oder eines Urteils. Wir sind selbst organisiert. Dies ist ein Projekt unserer gemeinsamen Bemühungen und unserer tiefen Überzeugung, dass wachsende Netzwerke nicht nur die Repräsentation erhöhen, sondern die Menschen über die verfügbaren Ressourcen zur Bekämpfung von Rassismus und zur Förderung eines stärkeren politischen Engagements angeregt und appelliert werden.

Englisch

Hey Angels! We’re Drago, Duc, Jasmin, Fritz and Marque. Together, we organize MSG & Friends. We are a collective of queer Asian artists and activists.

The central focus of our work lies in monthly event series which takes place in Deriva, a bar located in Neukölln. Our target is the empowerment and the support of Asian-identified artists, with a focus on queer Asian artists. We would like to offer a safe space where artists of Asian heritage can freely express themselves and their beliefs without the influence of white dominated artistic institutions or gazes. We are self-organized. This is a project of our joint efforts and our deep conviction that building connections in our communities do not only increase representation, but can also engage people into greater political involvement to combat racism.

 

Findet uns auf/find us on:
Instagram @msgandfriends

“Verein iranischer Flüchtlinge” – Teilprojekt

Der Verein iranischer Flüchtlinge wurde als eingetragener Verein 1986 in Berlin von iranischen Geflüchteten gegründet. Seit über 30 Jahren sind im Verein neben regelmäßigen allgemeinen Beratungen und Betreuungen, die immer noch unsere Hauptaufgaben sind, verschiedene Projekte entstanden, die auf die Veränderung der Lebenslage der Iraner_innen zurückzuführen sind: Frauen*projekte, Schulprojekte, Jugendprojekte, regelmäßige Deutsch- und Integrationskurse, politische und kulturelle Projekte sind die Ergebnisse dieser veränderten Lage der hier lebenden Iraner_innen. Ab Sommer 2010 hat der Verein nach Absprache mit dem Berliner Senat auch die Beratung und Betreuung in Berlin lebender Afghan_innen übernommen.

Ziel aller unserer Projekte ist nicht die Abkapselung der iranischen Gemeinde, sondern die Verbreitung der emanzipatorischen und gleichberechtigten Werte sowie der Mitwirkung und Beteiligung an unzähligen Institutionen in der Stadt.

Ausgehend vom und orientiert an dem Leitbild des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. unterstützen unsere Mitarbeiter_innen Hilfesuchende zur Bewältigung ihrer Alltagsprobleme. Geprägt von der eigenen Migrationserfahrung sind sie an einem engagierten Einsatz motiviert und reflektieren dies in ihrem Selbstverständnis. Die Einhaltung von Standards für unsere Arbeit wird durch aktive Teilnahme und Mitwirkung an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch interne und externe Qualitätssicherung gewährleistet.

Seit 2020 werden wir vom Migrationsrat Berlin e.V. im Rahmen des Projektes ComE In in der Umsetzung unseres Projektes “Sensibilisierung der iranischen und afghanischen Gemeinde zur Lage LSBTIQ-Geflüchteter” unterstützt. Das Projekt besteht darin, innerhalb unserer Communitys Aufmerksamkeit auf die Themen, Perspektiven und Problematiken geflüchteter queerer Menschen aus dem Iran und Afghanistan zu schaffen, gleichzeitig wollen wir unsere Communities sensibilisieren und in ihrer Öffnung unterstützen, sodass wir gestärkt zusammenkommen können.

Ihr findet uns auf unserer Homepage

Oder kontaktiert uns gerne unter: VereinIranischerFluechtlinge[at]gmx.de

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