100 Statements zum Frauen* Kampftag

 

Wir haben anlässlich zum Frauen*-Kampftag 100 Menschen gebeten, uns zu erzählen, was ihnen der 8. März bedeutet, wofür sie einstehen und was sie sich von feministischen Kämpfen erhoffen. Zusammen gekommen ist eine Sammlung bestärkender, humorvoller, wütender und zum Nachdenken anregender Aussagen.

Der Migrationsrat Berlin setzt sich u. a. auch für die völlige rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Teilhabe unabhängig des Geschlechts/der geschlechtlichen Identität ein. Wir wünschen daher allen Frauen*, allen trans- und intergeschlechtlichen Personen und allen, für die der 8. März eine Bedeutung hat, einen kraftvollen und empowernden Tag!

(Die Reihenfolge der Zitate ist wird per Zufall beim Laden der Seite generiert.)

 

“Our Feminism is intersectional! Schwarzer Queerfeminismus ist unsere Antwort! Der 8. März! Für heute und für immer, ein nicht binärer KampfSoliTag!

Peggy Piesche (ADEFRA)

“The International Women’s Day and it’s heritage are an important part of our history. We are learning a lot from women emancipation movements world wide. Still the process seems to be only half way. Let us celebrate the IWD for working women rights, for indigenous women rights, for access to education rights, for women of colour rights, for reproduction rights, against gender and binary prejudice, in solidarity with underpaid and illegalised. Let’s raise our voice against hunger, patriarchy and gender pay gap, against femicide, exploitation and torture. Let’s act in solidarity and implement educational programs and laws that are going to assure care for our planet, and respect of human and minority rights.”

Tanja Ostojic (Berlin based artist and educator from “Misplaced Women?” Platform)

„Ursprünglich gedacht, um für das Frauenwahlrecht zu werben und dafür zu kämpfen, ist der Frauentag ein Jahrhundert lang kalendarischer Ausdruck für den Kampf um Gleichberechtigung und Emanzipation. Heute feiern wir ihn, als Dank an Frauen und Männer für die gemeinsamen Anstrengungen und das gemeinsam Erreichte… und zugleich ruft uns der 8. März ins Bewusstsein, dass der Kampf für die Gleichberechtigung noch lange nicht vorbei ist. Also: Feiern und Weiterkämpfen!“

Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa

“Erst wenn selbstbestimmte, selbstbewusste und fordernde Frauen nicht mehr reflexhaft als »Bitches«, »Schlampen« oder »Hexen« tituliert werden, erst wenn Mädchen und Jungen nicht mehr innerhalb überkommener Rollenbilder und -konstrukte aufgezogen werden, erst wenn der genderneutralen Sprache auch die gleichen Löhne und Chancen folgen, erst wenn Kleidung und Alkoholisiertheit keine »Einladung« mehr sind, erst wenn Frauen, die sich öffentlich äußern, keine Vergewaltigungswünsche mehr erhalten, erst wenn Männer endlich damit aufhören, über Frauen und ihre Körperteile zu bestimmen, und erst wenn wahre Parität vom Konferenzraum bis zum Mental Load des Haushalts herrscht, wird es den Hauch einer Gerechtigkeit geben.”

Tobias Kunze, Slampoet)

“Meine Realität als Schwarze, muslimische Frau, ist nicht nur für mich ungemütlich. Solidarität für alle Frauen*”

Sarah Ahmed (Universität Wien - Wissenschaftlerin)

“Solidarität mit migrantischen (alleinerziehenden) Mums und migrantischen Superheld*innen, ehemaligen boat people, eingeflogenen Krankenschwestern, Gastarbeiter*innen, geflüchteten Frauen*, Migrant-Nannies, Caretakers, Cleaners usw. Wie forderun bessere Arbeitsbedingungen, weniger Bürokratie, mehr Sensibilität (diversity Trainings in Schulen, Kita usw.) besseren Zugang zu psychologischer Beratung und Unterstützung bei häuslicher Gewalt. Wie wollen Sichtbarkeit von verschiedenen Migrationsgeschichten aus der Vergangenheit und im Jetzt;  intersektionalen Feminismus in der Praxis als Fortsetzung von bereits vergangenen/bestehenden politischen Kämpfen migrantischer Frauen* in Berlin, Deutschland & Weltweit!”

 

Korientation e.V.

Ich wünsche mir, dass weiße Feministinnen genau so empört sind über den Rassismus, den Schwarze Frauen und Women of Color erleben, wie über patriarchale Strukturen.

Tupoka Ogette (Rassismus-Expertin, Aktivistin, Autorin)

Frauen werden im 21.Jahrhundert immer noch in weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens – von Arbeit bis in das persönliche Umfeld – benachteiligt. Deshalb ist es wichtig, dass der Fokus – nicht nur am 8.März – daraufgelegt wird, gezielt Maßnahmen zu ergreifen, um die Diskriminierung und Gewalt, die Frauen tagtäglich erfahren, zu bekämpfen. Jegliche Bestrebungen zur schnellen Beendigung der Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie der Gewalt gegen sie müssen auf zivilgesellschaftlicher, juristischer und staatlicher Ebene verstärkt werden.

Ayşe Demir (Vorstandssprecherin Türkischer Bund Berlin-Brandenburg)

²Jeden Tag kämpfen wir als rassifizierte Frauen* laut und leise, gegen Unterdrückung, Ausbeutung, Silencing und Gewalt. Jede* auf ihre Weise gegen weiße Dominanz, patriarchale und sexistische Strukturen, die uns vorgeben, wie wir auszusehen, sprechen und zu benehmen haben. An diesem Tag möchte ich uns Frauen* of Color und Schwarze Frauen* in Erinnerung rufen, was wir jeden Tag an Wunder leisten und wie stark wir sind! Ihr seid meine Queens*!”  Emine Demir Emine Demir, Filmschaffende, Kreative und Trainerin für Empowerment

Emine Demir (Filmschaffende, Kreative und Trainerin für Empowerment)

“Ich wünsche mir einen internationalen Frauenkampftag, bei dem mit dem Wort „Frauen“ tatsächlich alle Frauen* gemeint sind und Menschen, die auf Grund von Weiblichkeit oder Femininität Diskriminierung erfahren. Einen Tag, der für radikale und intersektionale Bündnisse steht und gegen alle möglichen Formen von toxischer Männlichkeit, patriarchalen Strukturen, männlicher Gewalt, verkusteten Geschlechterrollen, gegen heterosexistische Diskriminierung und gesellschaftliche Schlechterstellung von Frauen*, Transfrauen, Queers, Frauen* of Color, working class Frauen*, behinderten Frauen*, Mädchen*, alten Frauen*, weiblich sozialisierten Männern und Transpersonen.”

Rena Onat (Kunst- und Medienwissenschaftlerin)

“Unsere migrierten Körper lassen uns die Gegenwart immer doppelt erleben: als die, die wir hätten sein können und die, die wir sind.”

(Ausschnitt aus dem Drehbuch des Films WIR (AT), ein autobiografischer Spielfilm von Jünglinge Film, beruhend auf den Erfahrungen einer in zweiter Generation in Deutschland lebenden queeren Person of Colour

Der Frauen*Kampftag ist für mich eine Gelegenheit, die Menschen zu ehren, die an vorderster Front gegen Ungerechtigkeiten kämpfen und gekämpft haben. Er ist eine Gelegenheit, sich zu vernetzen, sich solidarisch zu zeigen, und das sowohl physisch als auch virtuell – ohne dabei zu vergessen, dass er noch weit davon entfernt ist ein wirklich inklusiver Tag für uns alle zu sein.

Nadia Shehadeh, Mädchennmannschaft

“Als ich lernte, dass sowohl Rosa Luxemburg als auch Marsha P. Johnson behinderte Frauen waren, die von Geburt an eine Beeinträchtigung hatten, hat mir das eine ganze Welt geöffnet. Es ist unglaublich wichtig, dass wir die Vielfalt und Komplexität feministischer Ikonen nicht verschweigen oder verleugnen. Wenn ich weiß, dass Menschen wie ich lang vor meiner Zeit wichtige soziale Ziele erreicht haben, ermutigt mich das sehr.

Inga Julia Reichelt

“Opfer und Überlebende sind keine Statisten, sie sind die Hauptzeugen des Geschehenen.”

İbrahim Arslan (Überlebender und Aktivist)

“Feminismus, der nicht für die Rechte von Sexarbeiter*innen eintritt, ist kein Feminismus. Standing together with sexworkers!”

Tanja Gangarova (Standing together with sexworkers!)

Je mehr es an Dialogräumen und Allianzen zwischen verschiedenen Frauenbewegungen – ob nun zwischen identitätspolitisch gruppierten Bewegungen (Frauen of Color, Schwarze Frauen, lesbische Frauen, mit dem Wort ‚Frau’ desidentifizierte X etc.) oder ob zwischen politisch dissentierenden Bewegungen (queere, materialistische, differenz- und gleichheitsfeministische etc.) – mangelt, desto dringender braucht es Tage der Versammlung unter einem Zeichen. Kommt (im Widerstreit) zusammen zum Frauenkampftag!

Mai-Anh Boger

Kampftag bedeutet dass wir uns alle zusammen zusammen tun und gegenseitig den Rücken stärken! Together we can!

Saboura Naqshband (Berlin Muslim Feminists)

Ich wünsche mir einen 8. März als tatsächlichen intersektionalen Feminismus. Auf einen 8. März, der marginalisierte Transfrauen und ihre Realitäten, Sorgen und Wut beinhaltet. Auf einen 8. März der nicht-binäre Transmenschen beinhaltet. Auf einen 8. März, der Frauen* aus der Arbeiterschicht, wie meine Mutter, mitdenkt, denn sie werden die Revolution anführen. Ich denke an all die tollen, starken und widerständigen Kurdischen Frauen von denen ich groß gezogen worden bin in verschiedenen Phasen meines Lebens. Happy 8. März für alle Menschen, die jeden Tag das Patriarchat überleben. Jîn jîyan azadî!

Mîran Newroz, Trans of Color Aktivist*in

“OUR SOLIDARITY BREAKS YOUR BORDERS – OUR COMPLICITY SMASHES YOUR FASCISM”

International Women Space

“FEMINISMUS FOTZT ! ! !”

Anonym

Fight for Feminist rights should be a fight for all Womanx!

a Trans*activist of colour

“It is a brave and beautiful step taken by Berlin to celebrate March 8th, Women’s day as a public holiday. But we should not just allow it to become another superficial celebration day.  I feel Berlin as a fake city sometimes. The most inclusive spaces (or proclaimed) that we thought and sold to us through visuals, texts and through major city brandings is the most non-inclusive places for me. From squatting places to art education – Berlin is super white! (plus people who want to become whiter than white) let’s start to admit it and we should deal with it.”

Sajan Mani (Artist)

“A feminism that doesn’t include struggles of Black/brown, fat,queer, LGBTIQ, disabled bodies, class isn’t my feminism. It’s just white middle class hetero able bodied women cementing their position and their power.”

Manjiri Palicha (fat brown, resisting, loving body)

Our vision is that of a fair, just and equal society in which Cambodian women of all backgrounds can equally enjoy fundamental rights and opportunities, especially sexual autonomy and control over their bodies.

Klahaan, Cambodia

Die Zukunft ist nicht female, sie ist intersektional und non binär!

Eda Tığlı, Aktivistin

My penis is female.

a Trans sex worker

“Insurgent feminism = practicing active disloyalty to institutions” 

Chandra Talpade Mohanty (Syracuse University)

“Wer soll uns sagen, wie toll wir sind, wenn wir es nicht gegenseitig tun?”

Elnaz Amiraslani (Kulturmanagerin)

Wer kämpfen kann, kann auch feiern. Und ich feiere all die Menschen, die dafür gekämpft haben, dass ich wählen, studieren und ohne das Einverständnis irgendeines Mannes einen Beruf ausüben kann. Und all den Schwarzen Frauen, die vor mir an Glasdecken geknackst, an Türen gerüttelt haben und Wege bereitet haben. Ich danke und feiere euch, in dem ich weiter kämpfe.

Simone Dede Ayivi (Autorin und Theatermacherin)

“Womxn’s bodies are constantly being policed (You’re wearing too much! Too little! You’re too big! Too small! You’re moving your body! You’re using your body!) it’s so intense we even do it to ourselves. This violence increases when our identity intersects with being womxn of colour, queer or societally non-conforming. With this in mind FemmeFitness tries to offer alternatives narratives. The idea is to liberate our body in a safer space; not just to empower ourselves but as a form of collective resistance.”

FemmeFitness

“Frauen in Kambodscha nehmen immer stärker ihr Schicksal in die eigene Hand und wehren sich gegen frauenfeindliche Traditionen. Sie engagieren sich gegen häusliche Gewalt, Landraub oder Menschenrechtsverletzungen. So werden sie zu Akteurinnen ihres Lebens.”

Ali Al-Nasani, Heinrich Böll Stiftung Kambodscha

“Das revolutionäre Subjekt unserer Zeit wird aus einem klassenkämpferischen und anti-rassistischen Feminismus entstehen, der nationale Grenzen überwindet”

Bahar (Gemeinwesenarbeiterin und Aktivistin)

Wenn euer Feminismus nicht intersektional ist, verpisst euch!!!

Poliana Baumgarten (Videojournalistin / Filmemacherin)

Ich bin keine Feministin. Ich bin Womanistin und feiere alle mehrfach_unterdrückten Weiblich*keiten mit heißen Plantains, radikalen Ahnenwissen und einer erhobenen Faust in Liebe.

Lahya Aukongo (Schwarz. Verwoben. Poetisch)

“Wenn’s meinen Schwestern nicht gut geht, geht’s mir auch nicht gut. Let’s fetz! Wie kann ich als Cis-Mann supporten? Kein Feiertag, ein Kampftag! Patriarchat ist scheiße. Alle sollten feministisch sein, sowohl in der Theorie, als auch in der Tat.”

Çığır Özyurt-Güneş (Theaterpädagoge, Bildungsreferent, Jugendarbeiter, Aktivist, Musiker )

“In der Sowjetunion und den Nachfolgestaaten wird der Weltfrauentag seit 1913 gefeiert! Ihr Gebildeten im Westen seid jetzt erst auf die Idee gekommen, den 08. März als Weltfrauentag zu feiern! 😉 “

Svetlana Raizberg (Rentnerin und Aktivistin im Ehrenamt)

“Solidarität mit wohnungs- und obdachlosen Schwarzen Frauen*!”

Clementine Burnley (MSO inklusiv!)

“Wir sind heute sehr dankbar wofür sich viele afrikanische und Schwarze Frauen eingesetzt haben und uns mitgegeben haben – nämlich stolz und glücklich über unsere Identität zu sein. Im Podcast möchten wir gemeinsam mit allen Menschen, insbesondere mit Schwarzen Frauen, unsere Kultur, in ihrer ganzen Vielfalt, feiern und sichtbarer machen.

Matatu Podcast

“Wir Frauen* of Color sind die Hälfte der Zwei-Drittel-Welt. Wir akzeptieren die geographische Kurzsichtigkeit nicht. Wir schreiben unsere Geschichte, wir durchstreichen die eurozentrischtische Geschichte mit Rot.”

Sanchita Basu

“Ich wünsche mir unter anderem eine globale rassismuskritische feministische Revolution, in der wir Männer unsere Privilegien loslassen und uns von den Wahnvorstellungen falscher Männlichkeit befreien.”

Stephen Lawson (Bildhauer, Empowerment - und Antidiskriminierungstrainer)

White feminism is the ugliest form of patriarchy I know.

Tsepo Bollwinkel

“Sich Auflehnen gegen jegliche Unterdrückung und Ausbeutung bedeutet viel Arbeit/ emek und viel Hingabe. Lasst solidarische intersektonionale Bündnisse und gemeinsame umstürzerische Visionen unsere Waffe gegen Kapital und Patriarchat sein!”

Nadiye Ünsal (MSO Inklusiv Projektkoordination, Dok Crew-Filmkollektiv "Zusammen haben wir eine Chance")

“Power to the visible and invisible struggles of women* !!!”

Harpreet Cholia (Hessischer Flüchtlingsrat, Aktivistin)

“Dare to dream. Feel the fear of new challenges, but face them anyway and give yourself the permission to be selfish. My name is Trang Le Hong, I am German-Vietnamese. I became an actress because I faced the challenges.”

Trang Le Hong (German-Vietnamese actress)

“Frauen mit Leidenschaft für die Revolution – das gilt es hochzuhalten! Seien wir realistisch: Gleichheit finden wir nur in einer befreiten Gesellschaft.” 

Bahar Eriçok (antirassistische Aktivistin)

“Wer Feminismus nicht intersektional denkt, soll es gleich lassen! Dann ist nämlich kein Feminismus.”

Anonyme*r Künstler*in

“If your feminisms aren’t intersectional, they’re worthless”

Mona ElOmari (Projektkoordinatorin und freie Empowermenttrainerin) 

“Trans * Women of color sind nicht eure Projektionsfläche , eure Abgrenzungsfigur , euer exotisches Spielzeug ! Trans Women of color sind nicht ein Objekt von eurem kolonialistischen Appetit nach Fetischisierung , Ausbeutung und brutale Machtausübung . Trans women of color sind women und stark.”

Selin Masakeni (rassismuskritische, antikoloniale und Cis-sexistischkritische Aktivistin)

Wir sollten von Frauen of Color lernen!

Heinz-Jürgen Voß

“Kadınların şiddet görmediği bir dünya istiyorum! Ich wünsche mir eine Welt, in der Frauen keine Gewalt erleben”

Tuğbas Mutti

“Feministische Intersektionalität bedeutet nicht nur, die in sich komplexen Mehrheitsdiskriminierungen & Rassismen etwa bei Muslim*innen, Schwarzen Frauen, Kurd*innen und Women of Color im generellen anzuerkennen, sondern auch die Sichtbarkeit dieser Frauen und Queers zu gewährleisten. Jahrzehntelang hat uns der westlich kodierte Feminismus marginalisiert und durch Negativbeispiele unser Image bestimmt – wir wollen endlich mit UNSEREN Themen sichtbar werden und mitreden. Dafür brauchen wir kritisch-feministische Debatten, in denen es um tatsächliche antirassistische, antipatriarchale und empowernde Inhalte geht. Also: don’t believe the white hype, sondern Yallah, Grrrlz, Yallah!”

Dr. Reyhan Şahin (Wissenschaftlerin, Rapperin, Autorin)

“Die Gleichberechtigung von Frauen* und Männern ist zumindest symbolisch einen Schritt weiter – beide haben jetzt ihren eigenen arbeitsfreien Feiertag.
Die selbe Gleichberechtigung braucht es dann auch zwischen Symbolik und Praxis um wirklich weiterzukommen.”

 

KakaoKatzê (asiatisch-deutsche DJ)

Ich wünsche und hoffe, dass unsere Gesellschaft versteht, dass alle* Feminist*innen sein müssen, um unsere Menschenrechte zu wahren.

Tayo Awosusi-Onutor (Sängerin/Autorin/Regisseurin, Politische Aktivistin und Mutter)

“when i think of intersectionality i also think of children. i look at my young children and i am filled with anxiety in regard to the pain and injustice they might and most probably will be confronted with. but more than this i am filled with confidence and hopefulness that we as parents and communities will manage to guide them into becoming strong, powerful and loving individuals. i am hopeful that we will never stop learning from and with them. i am hopeful they will never stop asking questions about what is “right” and what is “wrong”. i look at them and i am filled with trust and hopefulness that what we do is and never will be in vain.”

Iris Rajanayagam (mutter of colour & leitung xart splitta)

“A Black woman*/ Woman* of color did that!!! Say her name!!!”

Melody LaVerne Bettencourt (bildende Künstlerin)

All TERF’s are biologically male.

Anonym

“Decolonize Feminism! Trillerpfeifen raus und zornig bleiben!”

Dr. Donja Amirpur (Projektleitung "ProMinKa")

pursuing an intersectional approach always also means acting in solidarity. means recognising injustice in all it’s facettes. means standing up and going against it. means acting within and with our communities. means always staying true to yourself and what you believe in.

xart splitta

“Bê jin jiyan nabe! Diaspora is the only Heimat we know, the will to survive is what connects us all, not just today – every day!”

Jacqueline Aslan (Women for Justice)

“Für STIMME Magazin ist der 8. März ein Tag, an dem Geflüchtete Frauen und Migrantinnen sich an deren zentrale Rolle in die Geschichte der Menschheit erinnern sollen, und wo sie die Gesellschaft kraftvoll beeinflussen.”

Dora Sandrine Koungoyo Ndedi (STIMME Magazin)

“Feminismo decolonial: a concept or concepts for and from ‚our’ feminisms, ‚our’ emancipations and ‚our’ struggles!”

Olenka Bordo Benavides (Selbstverteidigungskurs mit Worten)

“VLab Berlin – Neue Impulse für vietnamesisch-deutschen Kultur- und Bildungstransfer. #notyourvorzeigemigrant #girlstothefront”

Dieu Linh Dao (VLab Berlin)

Ich möchte heute keine Rosen, sondern fordere faire Löhne, gleichen Zugang zu allem für alle, ein Ende der sexualisierten Gewalt und rape culture, bezahlte Reproduktionsarbeit, Geschlechtergleichheit, diskriminierungsarme Sprache und die Integration von feministischen und antirassistischen Thematiken in die Allgemeinbildung. Zudem ein besonderes Augenmerk auf Personen, die nicht nur negativ vom Patriarchat betroffen sind, sondern zudem noch anderen Diskriminierungsformen ausgesetzt sind. Zum feministischen Kampftag rufe ich also auch alle auf, die sich nicht nur theoretisch mit Ungleichheit auseinandersetzen, sondern auch die, die sich täglich mit solchen konfrontiert sehen.

Maja Bogojević (Aktivistin, hält deutschlandweit Workshops zu intersektional-feministischen Themen und leistet Bildungsarbeit als @yugodeinesvertrauens auf Instagram)

“Frauen*, lasst euch nicht verarschen! Der 8. März als Feiertag ist nichts als Augenwischerei.”

Neriman Kurt

“Wer Frauen zu Opfern macht, ist ein OPFER!”

Lehrerin of Color

Black Queer love is an Act of Resistance.

Yemisi Babatola (EOTO e.V.)

“Schwarzer Feminismus garantiert uns den Ausstieg aus dem Überlebensmodus und den Einstieg ins Leben. CutieBPoC beinhaltet die Konzentration auf uns, mit Liebe und Empathie!”

Katja Kinder, ADEFRA

“Jeder Feminismus, in Europa der sich für neutral oder universal hält ist christlich und weiß es nicht mal. Jüdischer Feminismus hat nicht Anspruch allgemeingültig zu sein. Ganz im Gegenteil: er lebt und feiert im, mit und für den Widerspruch von Lebensrealitäten.”

Debora Antmann (Jüdische (Queer-)Feministin, Politische Bildnerin)

“Den Kampf gegen Unterdrückung lehrte mir nicht Marx, nicht Engels. Sondern meine Mutter! – Was Hero!? Ich bin Shero”

Ezgi Özcan (Bildungsreferentin - Initiative intersektionale Pädagogik)

“Being a feminist is making a promise to always disrupt oppressive narratives.”

Shanti Suki Osman (Künstlerin of Color)

Queerness ist Freiheit. Schwarze Queerness ist deshalb so kraftvoll, weil es die Freiheit aus Unterdrückung bedeutet!

Melli (Schwarze Pädagogin)

“Für Deutschland ist es extrem schwer einen Buchstaben auf meinen Ausweisdokumenten zu ändern, fast so schwer wie das Eingestehen der (Teil-) Schuld am Holocaust. Aber von euch hat damals ja keine was gesehen, ca. six million jews wurden unter Anderen von euch getötet, aber kollektives Verdrängen und Vergessen schützt euch. Ich warte seit einem halben Jahr auf eine Antwort des Amtsgericht Schöneberg auf meinen Antrag auf Vornamens- und Personenstandsänderung und anstatt meinen Namen zu korrigieren und aus einem M ein F zu machen, ist es ihnen wichtiger mich als illegal zu erklären und mir täglichen Stress und Unsicherheit zu bereiten. Danke Deutschland.”

Parisa Madani (Choreographer & Drag Queen)

Womxn of color Artists/academics/activists in vernacular expression (WAIVE), supports all womxn especially on March 8th as part of the women’s strike. We believe womxn’s intellectual/physical/emotional cultural contributions, especially womxn of color, trans womxn, migrant womxn and our gender nonconforming siblings, are systematically underpaid, unrecognized, or devalued. WAIVE believes that commitment to empowering our siblings, protecting especially vulnerable womxn, and defending the agencies and economies of womxn through the womxn’s strike, Berlin, and beyond.

Rhea Ramjohn (WAIVE)

“Ein Deutschland ohne Gleichberechtigung ist wie Guacamole machen ohne Avocados: Sinnlos. An alle meine Avocadxs: Get your Shine On. Alles wegklatschen, was nicht zum Ziel führt!”

Esra Karakaya (Gründerin und Executive Producerin von BlackRockTalk)

“Wenn dein Feminismus nicht für die Rechte Aller eintritt, inklusive Muslim_innen, Sexarbeiter_innen, BIPoC´s, Geflüchtete Menschen, be-/gehinderte Körper, Menschen mit Hochgewicht, Trans- und Intermenschen, Asexuelle Menschen, Nonbinary, dann muss ich Dir leider mitteilen, you are not a feminist!”

Maria González Leal (Intersektionale Fettaktivist_in)

„Der Kampf gegen Sexismus und Rassismus ist allgegenwärtig für uns… Was wir nicht vergessen sollten ist unsere Kraft und Stärke für uns zu bewahren.”

Nuran Ayten

“My feminism will be intersectional, or it will be bullshit”

 

Sharon Dodua Otoo (Autorin)

Feminismus im bio-technokapitalistischen Zeitalter muss auf die Zwischenbereiche, die nicht-binären Zonen, das nicht Lesbare, das zwischen den vermeintlich Oppositionen Natur/Kultur, Körper/Maschine, Männlich/Weiblich, lokal/international, “the west and the rest” (etc.) besteht, reagieren! Dieser Feminismus ist deshalb schon immer intersektional, versteht das Persönliche als politisch und theoretisch, nimmt gewaltvolle Strukturen in den Blick und lässt gleichzeitig Raum für Intimitäten und Erfahrungen. Ein Feminismus der wuchert wie eine wilde Pflanze, ein Pilz, ein Parasit – offen für Anschlüsse aller Arten, der sich in einer toxischen Umgebung immer weiter verbreitet um sie letztendlich zu überziehen, in sich aufzunehmen, und zu verwandeln.

Gala Rexer (feministische Wissenschaftlerin/Aktivistin, Doktorandin in Soziologie und Ko-Kuratorin des experimentellen Symposiums )

We are pushing and breathing through enormous labor pains but we remain persistent to birth to the kind of world that we recognize is wanted and needed.

Deborah Moses-Sanks (ADEFRA)

“Identity is creative. Being creative is essentially an affirmative process; a political one – we have to take a step, position ourselves, raise our voice, thus it will always mean moving (and in moving, the threat of dislocation…). Like all affirmative action, to expressive creatively one´s identity is also, essentially, an act of faith…”

Joan Barbara Simon (teacher, researcher, novelist, editor, PhD coach and more)

“Wenn ich am 8. März meinen Alltag durchquere, erinnere ich mich ganz bewusst an die Gegenwart der Frauen, die ich nicht sehe. Frauen, die im Stillen arbeiten, weil ihre Jobs und Aufgaben abgewertet werden oder hinter verschlossenen Türen stattfinden, oder Frauen, die in Gefängnissen, Psychiatrien und Lagern weggesperrt sind, Frauen, die zu Hause bleiben – weil sie nicht die richtigen Papiere haben, weil sie behindert oder verrückt werden, weil sie Queer sind, weil sie Trans sind, weil sie kein Geld haben… An diesem Tag hole ich sie in Gedanken zu mir und versuche von ihnen zu lernen. Dann spüre ich das Gewicht der Frauen.”

Céline Barry (Berlin Muslim Feminists, EOTO e.V.)

“Weltfrauentag, aber von der Gleichberechtigung noch weit entfernt. Also heißt es die Faust hoch und Power to the Women, bis das es erreicht ist.”

Nino Novakovic (Terne Rroma Südniedersachsen e. V.)

As an ally, some of the best forms of empowering others is listening, believing, reflecting, researching and supporting. If I never thought about what is being shared with me, it’s a privilege. My privileges blind me from understanding individual’s oppression and their reality. So I will listen without interrupting, take time to reflect, do my research to better understand and support others; by being critical and making changes in my everyday life, institutions I work within, and self. I will not sit back and accept the way our society oppresses some and profits others. I want us to all rise to a more equal future and to feel empowered to do so, and if that means I have to give up some of my privileges then I will do just that. …and this is coming from an Asian, middle-class, queer, activist.

Vicky Truong (Educator - Activist - Artist)

“Ich will das wir uns in unseren Körpern wohlfühlen können und uns Frauen* nix und niemand erzählen kann, dass wir nicht schön, toll und Frau* genug sind – wie wir auszusehen haben oder wer wir sein sollen und können und wer nicht. Schluss mit dem Maßbandblick und der Konkurrenz.”

Fallon Tiffany Cabral (Politik- und Erziehungswissenschaftlerin)

Für mich bedeutet der Frauenkampftag nicht, dass Frauen ein paar Blumen geschenkt bekommen oder ein Wahlrecht gefeiert wird, dass nicht einmal alle Frauen einschließt. Viel wichtiger finde ich es, beim feministischen Streik teilzunehmen und sich mit den Streikenden zu solidarisieren sowie grundsätzlich feminisierte Arbeit – die auch von nicht-binären und transmännlichen Personen vollbracht wird – zum Thema zu machen.

Hengameh Yaghoobifarah (Journalist_in und Redakteur_in bei Missy Magazine und softie)

“Heute ist Frauentag, wie jeder Gedenktag ist auch der 8.März ein Symbol und nicht die Verwirklichung der Idee. Wir sind solidarisch mit den alltäglich immer noch notwendigen, emanzipatorischen und empowernden Kämpfen der Frauen*bewegungen, die wir nicht vergessen dürfen, und gehen heute auf die Straße zum internationalen Frauen*kampftag.” 

Ballhaus Naunynstraße

“Women have to be loved, respected, allowed to be themselves, reach their goals and potentials, the way the please and choose.they don’t want to be the girls next door, be promised wives, be scanned for their pretty smiles, breeding hips and you can’t seduce them with flowers and never ending promises… women are complex people with needs to shine and live equally, without violence, far away from the casting couches.”

Lady Gaby (hostess of the Poetic Groove Show)

“Wie können wir Politische Intersektionalität lebbarer und konkreter machen? Wie können wir innerfeministische Solidarität stärken? Wenn Schwarze Trans*Frauen den Teil unserer Gruppe ausmachen, deren Recht auf Leben am stärksten unter Angriff ist, dann müssen wir unsere Schutzkonzepte daran messen, wie sie das Leben von Schwarzen Trans*Frauen lebbarer machen. Wir müssen dem Empathiegefälle in der Gesellschaft wirksame Praxen des Zusammenschlusses entgegenstellen”

Maisha Auma (ADEFRA)

“Der internationale Frauen*kampftag bedeutet für mich, mit meinen Genossinnen und Schwestern zusammenzukommen, um für das Erbe und die Zukunft unseres gerechten Kampfes für eine befreite Gesellschaft ohne Krieg und Patriarchat zu stehen. An diesem Tag feiern wir unsere Widerstandsfähigkeit, gedenken derer, die für unsere Freiheit ihr Leben geopfert haben, und verstärken gegenseitig unsere Stimmen für alle feministische Anliegen dieser Welt.”

Nadja Taufik

Die Bekämpfung von Diskriminierung und Missachtung von Frauen*, sollten vor allem Aufgaben von Cis-Männern sein!

Koordinatorin einer Migrant_innen-Selbstorganisation

“Es ist heute ein dringendes Bedürfnis nach Sichtbarmachung der feministischen Bewegungen und die Suche nach autonomen Resourcenmodellen, wie Zum Beipsiel Usha Cooperative aus Indian. Modelle die für unsere eigenen Bedingungen funktionieren.”

Rafia Shahnaz (GLADT e. V.)

“8 March is a day to celebrate for the courage, acts and achievements of women* movements. But it is also a day to keep reminding us that we need to fight and solidarite for a real equality and against systemic and universal oppression of women all around the world . It is the day to call and stand up for a change: “Women* rights are human rights!”

Duygu Aloğlu (DaMigra und Göçmen Kadınlar Birliği)

We envision Cambodia to be a fair and safe society with equal rights for all. Women and girls will be empowered, educated, respected and able to make decisions about their lives.

Women's Resource Centre, Siem Reap, Cambodia

„Hoch-die-intersektionale Solidarität“

Armaghan Naghipour (Rechtsanwältin of Colour)

Jin, Jiyan, Azadî! = Sakine Cansız

Gülaysan Karaaslan (Kurdischer Frauenrat DesDAN)

“Die Höher-Ordnung von Männern und die Unter-Ordnung von Frauen erfolgt heutzutage nur noch selten unhinterfragt oder gar durch Zwang. Und trotzdem existiert sie überall weiter, auch in unseren eigenen Reihen. Wir müssen uns fragen, wie trotz Sensibilisierung, Partizipation, Zustimmung, Mitarbeit und Akzeptanz männliche Über- und weibliche Unter-Ordnung auch in unseren Vereinen und Initiativen entstehen… Und entsprechend müssen wir unsere migrationspolitische und rassismuskritische Arbeit so ausrichten, dass die Geschlechterverhältnisse immer dabei sind.”

Koray Yılmaz-Günay (Verleger und Publizist, Vorstandsmitglied beim Migrationsrat Berlin e.V.)

“Der Internationale Frauentag, ein Tag um uns zu feiern, sich zu solidarisieren und Allianzen zu bilden. Aber liebe weiße Frauen bitte erklärt uns nicht den Feminismus, sondern hört einfach mal zu.”

Gün Tank (Neue Deutsche Organisationen)

“I am proud to be women, but even more proud to be a Trans Women! We humans still have a long way to go when it comes to equality and acceptance. Especially in a time when women get played out against each other in the media and online. We all deserve a seat at the table and should always bring a extra seat for our sisters to join. This day means sisterhood and empowerment to me.”

Pari Roehi (model, trans* rights activist, author)

Zum internationalen Frauentag gratulieren wir allen Frauen* of Color, und zeugen insbesondere Respekt vor jenen, die allen strukturellen Barrieren zum Trotz, an ihrer Leidenschaft zum Filmschaffen festhalten. Wir hoffen, dass dieser Tag Anlass bietet, die Zugangsbedingungen von Frauen* of Color zur Filmbranche entsprechend zu reflektieren.

Berlin Asian Film Network (BAFNET)