Über uns

Der Migrationsrat Berlin e. V. ist ein Dachverband von über siebzig „Migrant_innen“-Selbstorganisationen. Jenseits von Merkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung sind wir die Interessenvertretung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in Berlin.

Die völlige rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Teilhabe von Migrant_innen, ihren Nachfahren und anderen People of Color sehen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir mit gebündelten Kräften unterstützen. Gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu sein, heißt auch, gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen.

3. September 2021

Rassistische Erfassung von Sinti_zze und Rom_nja sofort beenden – illegale gespeicherte Daten sofort löschen!

Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Sebastian Walter geht hervor, dass nachgeordnete Behörden der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – offenbar seit Jahren – einen «Migrationshintergrund: Kulturkreis Sinti/Roma» erfassen. Weder sind die betreffenden Personen über die rassistische Erfassung ihrer (tatsächlichen oder vermeintlichen) Zugehörigkeit informiert worden, noch ist klar, was der Zweck der Erfassung sein soll oder wie viele Ämter und Behörden überhaupt in die Erfassungspraxis eingebunden sind. Weiterlesen ...

22. Juni 2021

BERLIN MACHT DEMOKRATIE – Jetzt Aktivitäten für den Berliner Demokratietag im September planen!

Aus Anlass des internationalen Tags der Demokratie am 15. September findet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal der Berliner Demokratietag (#DemTagBerlin) statt, um das vielfältige Engagement für gleichberechtigte Teilhabe in Berlin sichtbar zu machen und die Demokratie zu stärken. Dazu wird durch zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen in allen Berliner Bezirken im Aktionsmonat September die Demokratiepraxis in den Mittelpunkt gestellt. Eine zentrale Veranstaltung am 14. September 2021 bündelt die vielfältigen Aktivitäten. Weiterlesen ...

15. Juni 2021

Ein Jahr Landes-Antidiskriminierungsgesetz (LADG)

Am 21.06.2021 jährt sich das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG), eine wichtige Errungenschaft für die Schließung von Rechtsschutzlücken im Bereich des staatlichen Handelns des Landes Berlin. Weiterlesen ...

25. Mai 2021

Mörderischer Rassismus in Deutschland: Über 180 Menschen wurden seit 1990 durch Gewahrsam oder Polizei getötet

Am 25. Mai 2020 wurde George Floyd in den USA Opfer eines rassistischen Polizeimordes. Der Pandemie zum Trotz löste Floyds Tod auf der ganzen Welt kraftvolle Proteste für Schwarze Leben aus (Black Lives Matter). Als Bündniskampagne Death in Custody dokumentieren wir seit 2019 Todesfälle von rassifizierten Menschen in Gewahrsamssituationen. Durch die Black Lives Matter Bewegung konnte auch in Deutschland neue Sichtbarkeit für die Realität von tödlichem Rassismus in Gewahrsamssituationen geschaffen werden.

Die Recherche des Bündnisses Death in Custody zählt mittlerweile über 180 Todesfälle von People of Color in Gewahrsamssituationen und wurde im Rahmen von Black Lives Matter zu einer wichtigen Ressource, um strukturelle rassistische Polizeigewalt im deutschen Kontext sichtbarer zu machen und anzuprangern. Die Recherche (siehe https://doku.deathincustody.info/) liefert einschlägige Erkenntnisse über den strukturellen Charakter tödlicher rassistischer Gewalt in Polizeigewahrsam, Gefängnissen und Psychiatrien. Hierbei sind Geflüchtete und prekär lebende People of Color sowie People of Color in psychischen Ausnahmesituationen einem besonders großen Risiko ausgesetzt, durch Gewahrsamssituationen getötet zu werden. Weiterlesen ...

6. Mai 2021

Wo bleibt die Unabhängige Beschwerdestelle?

Es ist Zeit, Druck zu machen: Berlin soll eine neue Behörde bekommen, eine:n Polizei- und Bürgerbeauftragte:n. Auch zu Beschwerden im Bereich Schule soll diese Stelle arbeiten. Aber warum existiert sie bis heute nicht?

Diskriminierung an Schulen: Steigende Fallzahlen auch im virtuellen Klassenzimmer, eskalierende Benachteiligung aufgrund ungleicher Ausstattung im “Homeschooling”, Prüfungspanik, Zukunftsängste und Überlastung sowohl unter Schüler:innen als auch dem Lehrpersonal.

Auch ein Jahr nach dem ersten Lockdown hat die Bildungsverwaltung die Lage an Berliner Schulen nicht im Griff. Und seit fünf Monaten ist auch die nicht unumstrittene Stelle der:des verwaltungsinternen Antidiskriminierungsbeauftragten nicht mehr besetzt - ganz zu schweigen von den nicht stattfindenen Fortbildungen der eigentlich verpflichtenden diskriminierungskritischen Qualifizierungsreihe für Mitarbeiter:innen der Bildungsverwaltung. Weiterlesen ...

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