Inter*

Menschen, die mit Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen, die nicht eindeutig einem männlichen* oder weiblichen* Geschlecht zugeordnet werden können. Die gängigen Bezeichnungen sind Intergeschlechtlich und Intersexuell. Von „Intersexualität“ nehmen wir aus den schon bei „Transsexualität“ genannten Gründen Abstand. Intergeschlechtlichkeit ist keine sexuelle Orientierung, sondern beschreibt eine körperliche Gegebenheit. Leider gehen Ärzt_innen häufig immer noch davon aus, dass zur gesunden Entwicklung eine eindeutige Geschlechtsidentität (entweder Frau* ODER Mann*) gehört und diese durch eindeutig männliche* oder weibliche* Geschlechtsmerkmale unterstützt wird. Deswegen war es bis heute verbreitet, Inter*Kinder nach der Geburt zu operieren, um ihr Geschlecht eindeutig zu machen. Für diese Operation besteht meistens keine gesundheitliche Notwendigkeit. Inter*Menschen haben oft lebenslang mit den Folgen der Operationen zu kämpfen und müssen sich weiteren Operationen unterziehen. Hinzu kann kommen, dass sich Menschen nicht mit dem Geschlecht identifizieren, was ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde.

Seit dem 1.11.2013 ist die eindeutige Geschlechtszuordnung nicht mehr zwingend und das Datenfeld auf der Geburtsurkunde, in dem das Geschlecht anzugeben ist, kann leer bleiben. Dies ist eine rechtliche Anerkennung der Tatsache, dass Menschen nicht nur männlich* oder weiblich* sein können. Intergeschlechtliche Menschen können zukünftig als Erwachsene selber entscheiden, ob und welchem Geschlecht sie sich zuordnen wollen.

Der Stern * zeigt an, dass Geschlecht (Mann/Frau) und alles, was dazu gehört, eine Frage von Gesellschaft ist. Der Stern zeigt damit, dass etwas gesellschaftlich gemacht ist und mit Zuschreibungen verknüpft wird.