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Ausschreibung

Der Migrationsrat Berlin e.V. (MRB) ruft im Rahmen des Projekts ComE In – Community, Empowerment, Intersektional migrantische und diasporische Organisationen zur Einreichung von Projektvorhaben mit LSBT*I*(Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*, Inter*)-Schwerpunkt für das Förderjahr 2020 auf. ComE In fördert berlinweit mindestens fünf Organisationen und Initiativen mit 5.000, 2.000 oder 1.000 Euro zur Projektumsetzung.

Gegenstand der Projektausschreibung

Ziel von ComE In ist es, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in migrantischen und diasporischen Communities zu stärken und sichtbarer machen.

Die Ausschreibung richtet sich an migrantische und diasporische Organisationen, die ein Projekt für LSBT*I* mit Migrationsbezügen oder gegen Homo- und Trans*-Feindlichkeit entwickeln und umsetzen möchten.

Ein wichtiger Grundsatz von ComE In lautet: „Von der Community – für die Community“. Die Stärkung von Communities mit migrantisch-diasporischen Bezügen sowie der Einbezug ihrer Perspektiven zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt stehen dabei im Vordergrund. Leitfragen für eine Projektentwicklung können beispielsweise sein:

  • Wie schaffen wir Räume, die auch für LSBT*I* aus der Community sicher sind?
  • Welche Angebote für LSBT*I* mit migrantisch-diasporischen Bezügen fehlen in unserer Community/unseren Communities?
  • Welche Vorstellungen von nicht-heteronormativer sexueller und geschlechtlicher Vielfalt existieren in der Geschichte oder Tradition unserer Community/unseren Communities?
  • Wie beeinflussen Rassismuserfahrungen die Solidarität mit LSBT*I* im Kampf gegen Sexismus, Homo- und Trans*-Feindlichkeit?

ComE In möchte mit der Ausschreibung die Bildung und Stärkung von inklusiven Communities fördern.

Projektinhalte

Die Projektideen sollen sich einem der folgenden Bereiche zuordnen lassen:

  1. Erhöhung der Sichtbarkeit und Empowerment von LSBT*I* mit Migrations- und Geflüchtetenbezügen, Schwarzen LSBT*I* und LSBT*I* of Color;
  2. Aufbau oder Erweiterung bestehender Beratungen mit LSBT*I*-Inhalten innerhalb migrantisch-diasporischer Organisationen;
  3. Sensibilisierung und Abbau von Homo-und Trans*-Feindlichkeit.

Was bedeutet das beispielhaft:

  • Retreats für Empowerment und politische Bildung
  • Regelmäßige Treffen von Initiativen/Organisationen
  • Workshops für interne Fortbildungen oder Empowerment
  • Öffentliche Veranstaltungen
  • Ausbau einer Beratungsstruktur
  • Erstellung von Analysen, Evaluationen, Handreichungen etc.
  • Unterstützung in der Vereinsgründung
  • Unterstützung in Schwarzen/of Color LSBT*I*Q Communities bzgl. Corona

Auswahlkriterien

Die Auswahlkriterien orientieren sich

  • an der Umsetzbarkeit;
  • am Zeitmanagement;
  • der Nachhaltigkeit;
  • der Angemessenheit der Mittel;
  • der Erreichbarkeit der Zielgruppe;
  • der Kooperation mit Schwarzen LSBT*I* und LSBT*I* of Color.

Projektideen die mit Communityansätzen arbeiten und sich mit Rassismus und Mehrfachdiskriminierung/Intersektionalität auseinandersetzen, sind ausdrücklich erwünscht.

Schreibstil und Rechtschreibung im Antrag sind keine Auswahlkriterien.

Formales

Bewerben können sich berlinweit:

  • Migrant_innenselbstorganisationen und -initiativen
  • Geflüchtetenselbstorganisationen und -initiativen
  • migrantische, geflüchtete, Schwarze/of Color LSBT*I*-Selbstorganisationen und -initiativen

Erläuterung:

Migrant_innen- und Geflüchtetenselbstorganisationen:

Eine Migrant_innen-/Geflüchtetenselbstorganisation ist ein Verein, dessen Vorstand mehrheitlich aus Migrant_innen, Geflüchteten, People of Color und/oder Schwarzen Menschen besteht. Der Verein muss in das Vereinsregister eingetragen sein und in seiner Organisationsstruktur Diversitymerkmale (z.B. Geschlechtergleichbehandlung etc.) berücksichtigen. Der Verein kann auch die Funktion einer Trägerschaft innehaben und dadurch eine Initiative bei der Antragstellung unterstützen.

Schwarze/of Color LSBT*I*-Selbstorganisation:

Eine Schwarze/of Color LSBT*I*-Selbstorganisation ist ein Verein, dessen Vorstand mehrheitlich aus Migrant_innen, Geflüchteten, People of Color und/oder Schwarzen LSBT*I*-Menschen besteht. Der Verein muss in das Vereinsregister eingetragen sein.

Antragsverfahren

Benötigte Unterlagen:

Weitere mögliche Unterlagen (freiwillig): Ausführliche schriftliche Projektskizze oder Video (nicht mehr als 1 Seite oder 5 Minuten).

Frist zur Einreichung des Antrags ist der 12.04.2020.

Es erfolgt eine Vorauswahl durch ein Auswahlkomitee.

Das Auswahlkomitee besteht voraussichtlich aus:

  • ReachOut;
  • LesMigraS;
  • GLADT;
  • Migrationsrat Berlin.

Rückmeldungen zur Förderung erfolgen bis zum 27.04.2020.

Projektzeitraum: 04.05.2020–15.10.2020.

Durch die Einreichung eines Antrags entsteht keine Berechtigung auf Förderung.

Finanzierung und Unterstützung

Finanziert werden: 2 Projekte mit 5.000,00€, 2 Projekte mit 2.000,00€ und 1 Projekt mit 1.000,00€ für den Zeitraum April – Oktober 2020. Die geförderten Projekte werden durch die Mitarbeiter_innen des Migrationsrat/ComE In inhaltlich begleitet.

Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung ist gegen Ende des Projektzeitraums vorgesehen.

Darüber hinaus werden Trainings und Workshops für die Teilnehmer_innen durch einen Bedarfsbogen durch ComE In abgefragt und zur kostenfreien Teilnahme im Laufe des Projektzeitraumes angeboten.

Bitte senden Sie die Bewerbung bis zum 12.04.2020 digital in einer PDF-Datei an:

come-in {at} migrationsrat.de

und auf Papier an

Migrationsrat Berlin e.V.
Projekt: ComE In
Oranienstr. 34
10999 Berlin

Bei Rückfragen stehen wir gern zur Seite: 030 61 65 87 55/come-in {at} migrationsrat.de

Ansonsten bieten wir zu den Öffnungszeiten Beratungen zum Projektvorhaben in folgenden Sprachen an:

  • English
  • Deutsch
  • Bosanski/Hrvatski/Srpski
  • Türkçe

Hier findet ihr die Ausschreibung nochmal zum Download.