2. Oktober 2020

“DAMN* – Voicemail” – Teilprojekt

DAMN* (Deutsche Asiat*innen, Make Noise!) ist eine aktivistische Gruppe und politische Plattform für Menschen mit asiatischem Background. Queer Asia ist ein Netzwerk von queeren Wissenschaftler_innen, Akademiker_innen, Aktivist_innen, Künstler_innen und Performer_innen. 

VOICEMAIL ist eine Veranstaltungsreihe für Spoken Word, Comedy, Musik und Performance, die Menschen mit asiatischem Background eine Bühne bietet. Asiatische Menschen in Deutschland werden oft nicht wahrgenommen. Bei Voicemail haben sie deswegen die Möglichkeit “aufs Band zu sprechen” um ihre Erfahrungen, Gefühle und Geschichten zu teilen. Vier Formate sollen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Mit dem Event soll die bewusste Wahrnehmung diverser asiatischer Identitäten gestärkt und ein Communityspace etabliert werden, wo wir uns austauschen, zusammen essen, lachen, weinen, träumen und organisieren können. Ein Format, dass unsere Perspektiven dokumentiert, sammelt und Tokenisierung entgegenwirken möchte. Außerdem soll das Bewusstsein gemeinsamer Kämpfe und die Solidarität zwischen verschiedenen Black-, Indigenous- und People of Color-Communitys gestärkt werden. 

Zu finden sind wir hier:

Instagram: @damn_berlin

Facebook: deutscheasiaten

Soundcloud: voicemail-berlin

Webseite: queerasia.com

“Verein iranischer Flüchtlinge” – Teilprojekt

Der Verein iranischer Flüchtlinge wurde als eingetragener Verein 1986 in Berlin von iranischen Geflüchteten gegründet. Seit über 30 Jahren sind im Verein neben regelmäßigen allgemeinen Beratungen und Betreuungen, die immer noch unsere Hauptaufgaben sind, verschiedene Projekte entstanden, die auf die Veränderung der Lebenslage der Iraner_innen zurückzuführen sind: Frauen*projekte, Schulprojekte, Jugendprojekte, regelmäßige Deutsch- und Integrationskurse, politische und kulturelle Projekte sind die Ergebnisse dieser veränderten Lage der hier lebenden Iraner_innen. Ab Sommer 2010 hat der Verein nach Absprache mit dem Berliner Senat auch die Beratung und Betreuung in Berlin lebender Afghan_innen übernommen.

Ziel aller unserer Projekte ist nicht die Abkapselung der iranischen Gemeinde, sondern die Verbreitung der emanzipatorischen und gleichberechtigten Werte sowie der Mitwirkung und Beteiligung an unzähligen Institutionen in der Stadt.

Ausgehend vom und orientiert an dem Leitbild des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. unterstützen unsere Mitarbeiter_innen Hilfesuchende zur Bewältigung ihrer Alltagsprobleme. Geprägt von der eigenen Migrationserfahrung sind sie an einem engagierten Einsatz motiviert und reflektieren dies in ihrem Selbstverständnis. Die Einhaltung von Standards für unsere Arbeit wird durch aktive Teilnahme und Mitwirkung an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch interne und externe Qualitätssicherung gewährleistet.

Seit 2020 werden wir vom Migrationsrat Berlin e.V. im Rahmen des Projektes ComE In in der Umsetzung unseres Projektes “Sensibilisierung der iranischen und afghanischen Gemeinde zur Lage LSBTIQ-Geflüchteter” unterstützt. Das Projekt besteht darin, innerhalb unserer Communitys Aufmerksamkeit auf die Themen, Perspektiven und Problematiken geflüchteter queerer Menschen aus dem Iran und Afghanistan zu schaffen, gleichzeitig wollen wir unsere Communities sensibilisieren und in ihrer Öffnung unterstützen, sodass wir gestärkt zusammenkommen können.

Ihr findet uns auf unserer Homepage

Oder kontaktiert uns gerne unter: VereinIranischerFluechtlinge[at]gmx.de

23. September 2020

ComE In Abschlussveranstaltung “Mental Health ist Intersektional”

Tage
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Minuten
Sekunden

Freitag

Hier sind wir am letzten Tag unserer Abschlussveranstaltung angekommen. Unsere Inhalte werden hier bestehen bleiben, besucht uns jederzeit, fühlt noch mal rein, setzt euch wieder auseinander – wir bleiben für euch hier!

Zum Abschluss veröffentlichen wir unsere ComE In 2020 Broschüre. Diese könnt ihr hier downloaden oder aber auch gerne bei uns im Büro oder postalisch erhalten.

Außerdem gibts weiter unten was zum Lachen und ab 17.30h seid ihr herzlich eingeladen zu unserer Community Sound Healing Session mit Shannon Sea!

NAYA (Fka Lux Venérea)

Comedian, Speaker, Chef, Performer, Poet, Bottom activist, cangaceira transviada.
Left the Sertão of Brazil to be a travesti*.
Also left debts in the bank of brazil and believes that sleeping alligators get turned into white people’s purses.

Find Naya on Instagram @bundaskanzlerin

Community Sound Healing Session

Resistance through Rest, Togetherness, and Cultivating Joy
with Shannon Sea

“Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”

— Audre Lorde

Self-care is self-preservation, and thus, self-care is a radical act for people of the LSBTIQ and migrant-diasporic communities. Thus, we are hosting a sound healing session by Shannon Sea, and invite members of our communities to collectively rest, self-preserve and cultivate joy. Sea uses sound as a form of meditation. Her live-set sound healing session will feature nature soundscapes, field recordings, electro-acoustic sounds, synths, and low-frequency waves. These sounds will help bring you into a meditative state that calms the mind.

About Shannon Sea:
Shannon Sea is a Bahamian-American composer, sound artist, and sonic activist. Her compositions are deeply influenced by the avant-garde aesthetic, electronic music, Taoism, and her Afro-Caribbean roots. Sea’s works explore themes of nature, spirituality, Afro-futurism, and self-exploration. She seeks to create sound worlds that fuse together acoustic and electronic means of expression.

Before you participate:
Pls. situate yourself in an environment that is quiet and has enough space for laying down. For comfort, we suggest to lay on a mat or soft material.  A pillow, or blanket for covering, is also suggested. 
Headphones are not necessary, but can improve one’s listening experience. You can also decide for yourself whether your camera is turned on or off.

Widerstand durch Ruhe, Zweisamkeit und dem Annähern und Pflegen von Glück, mit Shannon Sea

“Für mich selbst zu sorgen ist keine Selbstgefälligkeit, es ist Selbsterhaltung und das ist ein Akt politischer Widerstandsstrategien. 

— Audre Lorde

Selbstfürsorge ist Selbsterhaltung, und daher ist Selbstfürsorge ein radikaler Akt für Menschen der migrantisch-diasporischen LSBTIQ Communitys. Deshalb veranstalten wir eine Klangheilungssitzung mit Shannon Sea und laden die Mitglieder unserer Communitys ein, zusammen zu ruhen, sich um sich selbst zu kümmern und sich einem glücklich sein anzunähern bzw. dies zu erhalten. Sea verwendet Klang als eine Form der Meditation. In ihrer Live-Klangheilungssitzung wird sie Naturklänge, Tonaufnahmen, elektroakustische Klänge, Synths und niederfrequente Wellen präsentieren. Diese Klänge werden dazu beitragen, euch in einen meditativen Zustand zu versetzen, der den Geist beruhigen wird.

Über Shannon Sea:
Shannon Sea ist eine bahamaisch-amerikanische Komponistin, Klangkünstlerin und Klangaktivistin. Ihre Kompositionen sind tief von der Ästhetik der Avantgarde, der elektronischen Musik, dem Taoismus und ihren afro-karibischen Wurzeln beeinflusst.  In Sea’s Werken geht es um Themen der Natur, Spiritualität, Afro-Futurismus und Selbsterforschung.  Sie versucht Klangwelten zu schaffen, die akustische und elektronische Ausdrucksmittel miteinander verschmelzen lassen.

Informationen für die Vorbereitung:
Bitte suche dir eine ruhige Umgebung, die genügend Platz zum Hinlegen bietet. Aus Bequemlichkeitsgründen empfehlen wir, sich auf eine Matte oder ein anderes weiches Material zu legen. Ein Kissen oder eine Decke zum Überziehen wird ebenfalls vorgeschlagen.
Kopfhörer sind nicht notwendig, können aber das Hörerlebnis verbessern. Es ist außerdem auch dir selbst überlassen, ob du deine Kamera an- oder ausschaltest.

ComE In Abschlussveranstaltung “Mental Health ist Intersektional”

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

Donnerstag

Heute dreht sich alles um Tools und Stategien für Self-care und Heilung.

Für alle, die heute nicht die Zeit und/oder Ressourcen haben an SJs Energy Healing Workshop teilzunehmen
oder sich gerade noch an einem anderen Punkt in und mit ihrer psychischen Gesundheit befinden…
hier kommen ein paar Inspirationen für self-care und Heilungsprozesse…

Unsere Inspirationen haben wir von….

Nedra Glover Tawwab

Nedra ist lizenzierte Therapeutin und Beziehungsexpertin. Sie praktiziert seit 12 Jahren Beziehungstherapie und ist die Gründerin und Inhaberin einer Gruppentherapiepraxis in den USA.
Sie führt außerdem einen Instagram-Account, in welchem sie Praktiken, Werkzeuge und Reflexionen zur psychischen Gesundheit austauscht und wöchentliche Fragen und Antworten veranstaltet. 

Findet mehr über Nedra Glover Tawwab und ihre Arbeit auf Instagram oder ihrer Homepage!

Danke Nedra für deine Tipps!

Wahrheit über Heilung

Es geschieht nicht in einem festgelegten Zeitrahmen.

Der Prozess ist für jede_n anders.

Es gibt nicht den einen Weg zur Heilung.

Es wird passieren, wenn du soweit bist.

Du kannst nicht zur Heilung gezwungen werden.

Heilung sieht so aus…

Nicht so….

Ich praktiziere Selbstfürsorge, wenn ich:

  • Mein Bedürfnis nach Zeit für mich alleine ehre.
  • 8 Stunden am Tag schlafe
  • Schweigend sitze
  • Mein bitte nicht stören einstelle
  • Mich um meine Haut kümmere
  • Hydriert bleibe 
  • Aus Vergnügen lese
  • Ja zu den Dingen sagen, die meinen Absichten entsprechen
  • Langsam in den Tag starte, anstatt übereilt
  • Frage, anstatt so zu tun, als ob ich es wüsste
  • Mit mir selbst freundlich spreche
  • Mich selbst akzeptiere
  • Absichtlich Dinge beende

Sprich mir nach

Ich gebe mir selbst Zeit, meine Gefühle zu verarbeiten. In manchen Situationen hätte ich vielleicht weitermachen müssen. Aber ich kann mir jetzt einen Moment Zeit nehmen, um diese Erfahrungen zu verarbeiten. Wahrhaftig anzuerkennen, was ich fühle, ist ein Teil der Heilungsreise. Mein Ziel ist es nicht, “darüber hinwegzukommen”. Das Ziel ist es, schwierige Dinge auf gesunde Weise zu verarbeiten. Ich werde meine Gefühle nicht begraben.

12 Wege zur Verbesserung deiner psychischen Gesundheit

  1. Tagebuch
  2. Meditation
  3. Eine_n Therapeut_in aufsuchen
  4. Kümmere dich um dich selbst (übe dich darin)
  5. Ändere deine Erzählweise (über dich selbst)
  6. Ändere die Art wie du denkst und dich verhälst
  7. Sei vorsätzlich, in dem du dich darauf konzentrierst was du willst
  8. Lebe mit gesunden Grenzen
  9. Lerne wie du deine Gefühle erkennst
  10. Nimm die Probleme deine psychischen Gesundheit an und behandle sie
  11. Schaffe dir ein gesundes Unterstützungsnetzwerk
  12. Verarbeite dein Trauma in einer sicheren Umgebung mit sicheren Menschen um dich

💚 Der Weg der mentalen Gesundheit ist individuell und kann bei allen von uns anders verlaufen. Es gibt so viele gute, inspirierende und stärkende Möglichkeiten zu (Selbst)Liebe, Glück und (Selbst)Fürsorge. Viel Wissen und viele Ideen sind in unseren Communities vorhanden und psychische Gesundheit ist (nicht immer) ein Prozess, der ganz alleine geführt wird.

➡️ Was hilft dir, um für deine mentale Gesundheit zu sorgen? Erzählt es uns und euch in der Story! @migrationsratberlin #sharingiscaring

💚 The path of mental health is individual and can be different for all of us. There are so many good, inspiring and strengthening possibilities for (self)love, happiness and (self)care. There’s a lot of knowledge and great ideas within our communities. Mental health is (not always) a process to be done alone.

➡️ What helps you to take care of your mental health? Tell us in your story! @migrationsratberlin #sharingiscaring

ComE In Abschlussveranstaltung “Mental Health ist Intersektional”

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Sekunden

Mittwoch

Heute ist GLADT-Tag! 🎉 🌈 🎉
Freut euch auf:

  • GLADTs Video zur queeren Club-Szene aus Perspektive Rassismusbetroffener
  • Einen Empowerment-Workshop für QTBIPoC zu Strategien gegen Auschlüsse in der Queeren-Szene
  • Dem queertastischen, absolut tanz- und genießbaren DJ-Set von QTI-BIPoC DJ MINQ
  • Einen Ausblick auf GLADTs Awareness Konzept

Rassismus unter der Diskokugel - "Schätzchen hier passte nich' rein"

Hinter unserem Filmprojekt steckt die Idee, mit einem kurzen Video-Clip rassistische und weitere Ausschlussmechanismen in queeren Orten Berlins, insbesondere in Clubs und Bars, für eine breite Öffentlichkeit verstehbar zu machen. Schwerpunkt bilden dabei die Eigen-Perspektiven unserer queeren BIPoC-Protagonist_innen sowie ihre individuellen Ausschlusserfahrungen.
Im Kontext der Club- und Ausgehszene erfahren Betroffene, wie an so vielen anderen Stellen auch, wieder eine Doppelbelastung: Zum einen erschüttern Ausschusserfahrungen das Zugehörigkeitsgefühl zur queeren Community, welches wiederum ein wichtiger Teil unserer mentalen Gesundheit ist. Zum Anderen brauchen wir alle regelmäßige Ruhe und Erholungsphasen. Diese zu verwehren oder zu belasten, hat massive negative Effekte auf unsere Energielevel und damit auf unsere psychische Gesundheit.
Abilaschan, Armeghan und DJ-Grace Kelly äußern in diesem Film ihre Wünsche und Forderungen an weiße queere Begegnungsorte. Der Film möchte zu einem gemeinsamen Dialog über noch zu entwickelnde Strategien für eine diskriminierungsärmere Gestaltung der Berliner Tanzflächen anregen.

MINQ

Und damit wir uns nicht nur im Negativen verlieren, kommt hier ein Set von MINQ aus Berlin, um unsere Kreativität, unseren Überlebenswillen und einfach uns selbst in all unseren Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten zu zelebrieren.
Tanzen, auch allein in den eigenen vier Wänden, fördert unser Wohlbefinden und ist Empowerment zugleich.

Über QTI-BIPoC DJ MINQ:

This mix is a physical manifestation of letting go of the old and embracing the new; acknowledging where I am and where I have been to give me an idea of where I’m going. We are now and this is forever. Welcome to Global PandeMINQ. I hope you enjoy 🙂

Please take a moment to read, donate to, and share the Queer Black Therapy Fund, which is raising €65,000 to provide access to Mental Health Professionals for 10 people who identify as Black, of the African diaspora, and LGBTQIA+.

Original Photo by Sarah Alikhan

MINQ is a Musician, Art Director, and Cultural Producer living in Berlin, Germany.

Dieser Mix ist eine physische Manifestation des Loslassens des Alten und der Umarmung des Neuen; mit einem Blick dafür, wo ich war und wo ich jetzt bin, um mir eine Ahnung davon zu geben, in welche Richtung ich gehen werde. Wir sind jetzt und das ist für immer. Willkommen bei Global PandeMINQ. Ich hoffe, ihr genießt das Set 🙂

Bitte nehmt euch einen Moment Zeit, um euch über den Queer Black Therapy Fund zu informieren, die Spendenkampagne zu teilen und/oder selbst zu spenden. Durch die Spendenkampagne, die in Zusammenarbeit mit GLADT e.V. realisiert wird, sollen 65.000 Euro gesammelt werden, um 10 Personen, die sich als Schwarze Menschen, der afrikanischen Diaspora sowie als LGBTQIA+ positionieren, Zugang zu psychiatrischen Fachkräften zu ermöglichen.

MINQ ist Musiker, Art Director und Kulturproduzent und lebt in Berlin, Deutschland.

10-Punkte-Plan für mehr Awareness in queeren Einrichtungen

GLADT e.V. setzt sich seit über 20 Jahren im Kampf gegen jegliche Form von Diskriminierung in unserer Gesellschaft und für eine diskriminierungsärmere Berliner Queer-Szene ein. Viel Schweiß ist geflossen, viele Diskussionen wurden gehalten und unzählige Konflikte ausgetragen. Leider zeigt uns die Realität, dass der Kampf um mehr Gleichberechtigung und menschenwürdigere Lebensbedingungen ein Kampf sein wird, der einen langen Atem erfordert. Wo anfangen, fragt mensch sich, im Kampf gegen diese Ungerechtigkeit?

Am besten da, wo Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt am seltensten erwartet wird. In queeren Räumen in einer der offensten Städte der Welt: Berlin. Das versucht GLADT e.V. seit fast zehn Jahren im Rahmen seines Projekts „Diskriminierungsfreie Szenen für Alle“ (kurz: DFS). Ziel dahinter ist die Vernetzung mit lokalen queeren Strukturen in Berlin und die Reduktion sämtlicher Formen von Diskriminierung in queeren Einrichtungen und Orten.

Unsere Erfahrung ist, dass in vielen queeren und als so frei deklarierten Räumen in Berlin (wie z.B. Cafés, Bars, Clubs, Sportvereine sowie Beratungseinrichtungen) aufgrund fehlender Betroffenheit ein weiterhin mangelndes Bewusstsein für andere Diskriminierungsformen wie Rassismus, Klassismus, Ableismus, Lookismus, Trans*- und Inter*-Feindlichkeit haben. Da dominante kulturalistische Diskurse über die vermeintlich homo- und trans*-feindlichen Anderen der Mehrheitsgesellschaft unkritisch übernommen werden, kann es in diesen Einrichtungen vorkommen, dass die Lebensrealitäten von queeren Schwarzen, Indigenen und Personen of Color bestenfalls nicht anerkannt werden, was zu re_traumatisierenden Erfahrungen bei den Betroffenen führt. Angesichts der Tatsache, dass diese Orte jedoch eine der wenigen Anlaufstellen für eben jene Menschen darstellen und als Safe Spaces deklariert werden, sehen wir als Verein die Notwendigkeit, in einen Sensibilisierungsprozess mit den besagten Einrichtungen zu treten und gemeinsam Awareness-Strategien für eine diskriminierungsreduzierende Politik zu entwickeln.

Hierzu hat das DFS-Projekt eine Online-Umfrage zu rassistischer Diskriminierung durchgeführt, die an über 100 queere Einrichtungen versandt wurde. Auf Grundlage dieser Umfrage ist ein 10-Punkte-Plan entstanden, der queeren Spaces einen Prozessanstoß geben und eine sensible Vorgehensweise ermöglichen soll, um eine interne Auseinandersetzung mit Thema Rassismus in Gang zu setzen:

  • Zunächst ist es wichtig zu verstehen und anzuerkennen, dass in weiß dominierten Räumen nicht nur die klassische Form von Rassismus, wie z.B. offene Diskriminierungen, Beleidigungen und Gewalt, vorherrscht. Rassismus äußert sich ebenso oft unterschwellig in Form von einer „Wir“ und „Ihr“-Haltung, von Mikroaggressionen, von der Kulturalisierung und Ethnisierung von Verhaltensweisen, bis hin zu einer Fetischisierung als auch Tokenisierung von BIPoCs zur Zurschaustellung der eigenen Diversity-Strategien.
  • Offene Ansprache und Wille zur Aufarbeitung rassistischer Ausschlussmechanismen, ohne dass weiße Personen sofort ihre Sicht der Dinge auf die Probleme äußern. Dies ist insofern notwendig, da BIPoCs aufgrund von Angst vor einem Reputationsverlust, dem Vorhalten einer Opferhaltung oder weiterem Ausschluss ihre gemachten Erfahrungen nicht angemessen beschreiben oder benennen können. Dafür muss ein Vertrauensklima hergestellt werden.
  • Dementsprechend bedarf es einer Vorarbeit im Team, damit sich alle Beteiligten bereit erklären, konstruktiv an einem Sensibilsierungsprozess mitzuwirken. Abwehrmechanismen gegen eine angemessene Thematisierung von rassistischem Ausschluss, wie z.B. geäußerter Unwille Rassismus als grundlegendes Problem zu sehen, müssen als solche benannt und aufgearbeitet werden.
  • Sind diese Grundvoraussetzungen geklärt, sollte jede queere Einrichtung darauf bedacht sein, eine öffentlich sichtbare Haltung gegen Diskriminierung und Benachteiligung einzunehmen. Diese Haltung sollte durch Leitbilder verankert sein, jedoch mit dem Wissen, dass ein derartiges Leitbild noch lange nicht ausreicht. Räume zu schaffen, in denen Diskriminierungen abgebaut werden, ist ein fortwährender Prozess, dem das stetige Fragen nach möglichen Ausschlüssen zugrunde liegt.
  • Die Ermöglichung von Fortbildungen des eigenen Personals zu Themen wie Intersektionalität, Critical Whiteness und Critical Race Theory ist ein weiterer zentraler Baustein zur Sensibilisierung der eigenen Strukturen.
  • Auch der mangelnde Einbezug von BIPoCs in die eigenen Strukturen sollte dabei problematisiert und Strategien für eine stärkere Einbindung entwickelt werden. Die Abwesenheit von entsprechenden gesellschaftlichen Positionen in der eigenen Struktur sollte als ein Zeichen zum Handeln gesehen werden.
  • Bei erfolgten und gemeldeten Diskriminierungen sollte schon vorab darüber diskutiert werden, welche Handlungsstrategien sinnvoll sind, um den von Ausschluss betroffenen Personen schützend und wertschätzend entgegentreten und entsprechende Maßnahmen gegen Aggressor_innen entwickeln zu können.
  • Dafür ist es wünschenswert, geschulte und unabhängige Ansprechpersonen vor Ort oder nach den Veranstaltungen (sogenannte Awareness-Teams oder Beschwerdestellen) etabliert zu haben, die sich um diskriminierende Vorfälle angemessen kümmern.
  • Den marginalisierten Personen und ihren Perspektiven, Emotionen und Reaktionen sollte demnach ein geschützter Raum eröffnet werden, um sich vor Ausschlusserfahrungen sicher zu fühlen und das Gefühl zu bekommen, wahrgenommen zu werden. Von keiner Person, die rassistische Diskriminierung erfährt, darf erwartet werden, sich mit der Perspektive der diskriminierenden Person tolerant und offen auseinanderzusetzen zu müssen. Dies ist nicht die Aufgabe der betroffenen Person.
  • Jede queere Einrichtung, die auf Sensibilisierung bedacht ist, sollte sich schließlich Gedanken über ihre Verantwortung gegenüber der Community gemacht haben. Die Entwicklung eines klaren Selbstverständnisses diesbezüglich (wie profitiere ich von der Community und welche Aufgabe kommt mir daher zu?) ist unerlässlich. Organisator_innen und Entscheidungsträger_innen sollten sich bewusst darüber sein, dass sie die Verantwortung für rassistische und andere diskriminierende Handlungen in ihren Orten tragen, egal von wem diese Handlungen verübt werden.

ComE In Abschlussveranstaltung “Mental Health ist Intersektional”

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

Dienstag

Was hat Mental Health eigentlich mit Intersektionalität und mit unseren Communitys zu tun? Was brauchen Menschen, die von mehrdimensionaler Diskriminierung betroffen sind? Wo bestehen noch (Bedarfs)Lücken für ein intersektionales Unterstützungsangebot?

Wir haben unsere Expert_innen in der psychosozialen Beratung und der Psychotherapie gefragt….

Senami Zodehougan und Edwin Greve von I-PÄD teilen ihren Erfahrungen und Herausforderungen in der Beratung. 

Und Pum Kommattam von LesMigraS berichtet zum Stand intersektionaler psychologischer Unterstützung.

Danke an unsere Expert_innen!

Über Senami Zodehougan:
Senami ist die psychologisch-pädagogische Koordination bei I-PÄD Berlin und macht einen Master in klinischer Psychologie. Nebenbei begleitet Senami Gruppen, Teams und Kollektive in Form von Supervision/Mediation und gibt Workshops zu intersektionalen Auseinandersetzungen mit Machtverhältnissen.

Und Edwin Greve:
Ed Greve ist politischer Referent im Migrationsrat Berlin mit Schwerpunkt Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Er ist außerdem als Antidiskriminierungs-Trainer bei I-PÄD tätig. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. LSBTIQ-Rechte, Barrierefreiheit, machtkritische Bildung.

Über Pum Kommattam:

Dr. Pum Kommattam ist Psychologe und forscht unter anderem zu interkultureller Emotionswahrnehmung und Intersektionalität in vermeintlich sicheren Räumen. Er arbeitet als psychologischer Berater in der psychosozialen Beratungsstelle Lesbenberatung Berlin e.V. und ihrem Antidiskriminierungs- und Antigewalt-Bereich LesMigraS und befindet sich in der Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten am Zentrum für Psychotherapie der Humboldt-Universität zu Berlin.

ComE In Abschlussveranstaltung “Mental Health ist Intersektional”

Tage
Stunden
Minuten
Sekunden

Montag

Liebe Freund_innen, Liebe Communitys, Liebe Unterstützer_innen, Liebe Interessierte, Liebe Alle!

Schön das ihr die Abschlusswoche 2020 zum Thema “Mental Health ist intersektional” von ComE In, gemeinsam mit uns verbringt.

Wir freuen uns sehr auf Spannendes, Empowerndes und Inspirierendes!

Viel Spaß!

Eurer ComE In-Team

Programm

Dienstag

Seid gespannt auf Statement-Videos zu Mental Health und Intersektionalität:

Senami Zodehougan & Edwin Greve von I-PäD
Pum Kommattam von LesMigraS

Mittwoch…

…ist GLADT-Tag! Freut euch auf:

einen Ausblick auf GLADTs Awareness Konzept,
ein Video zur queeren Club-Szene aus Perspektive Rassismusbetroffener,
einen Empowerment-Workshop und 
dem DJ-Set von QTI-BIPoC DJ MINQ!

Donnerstag

dreht sich alles um Tools und Strategien für self-care und Heilung. Für alle diejenigen von euch, die nicht an unserem Energy Healing Workshop mit SJ teilnehmen, wird es auch etwas geben…

Freitag

Abschließen werden wir unsere Woche mit dem Launch unserer ComE In- Broschüre. 

Und ihr mit einem kräftigen, wohltuendem Lacher dank Naya (Fka Lux Venérea) und einer heilenden Sound-Session mit Shannon Sea!

Auf den Spuren von Intersektionalität

In unserer Kampagne sind wir “Auf den Spuren von Intersektionalität”…

Wir möchten mit der Kampagne aufgezeigten, dass Intersektionalität eine dringend benötigte Perspektive ist, die nicht als Besonderheit, sondern als Grundlegend betrachtet werden sollte. Um wirkungsvoll die Mechanismen der Ungleichheit zu erkennen und diesen entgegenwirken zu können, muss Intersektionalität uns alle etwas angehen!

Oben sind die Illustrationen von Iman Atwa aus dem erklär mir mal…-Team. Iman hat unsere drei Kernthemen Empowerment, Community, Intersektional bildlich für uns ausgedrückt. 

Außerdem fragen wir unsere Teilprojekte nach ihrer intersektionalen Arbeit. Dank dem Activstar Film & Video Productions Collective haben wir bereits 2 spannende Kurzinterviews zu Intersektionalität im Alltag aktivistischer Arbeit. Auf die letzten 4 dürft ihr euch in den kommenden Monaten freuen!

Zuletzt haben die Jugendlichen der Schreibworkshops von Break Room ihre intersektionalen Lebensrealität(en) in Poesie formuliert.

Tagebuch (Ausschnitt) von Silang Mera
(01.09.2020)
(…) Die Lehrerin hat uns heute gefragt wer im Kurs nie lügt und meinte, dass sie selber nie lügt, weil es nicht richtig sei.
Und schon wieder schäme ich mich im Unterricht. Mir ist nicht aufgefallen wie oft ich eigentlich lüge.
Selbst Zuhause hieß es immer:

“Falls deine Lehrer fragen sag einfach…”

“Bloß nicht dem Jobcenter bescheid geben, dass…”

“Deine Großeltern müssen ja nicht wissen, dass…”

Ich frage mich wer so viel Freiheit hat immer offen sagen zu können was die Person denkt, und wer sie ist und was sie will. Hiermit verteidige ich alle Lügner dieser Welt.
In BK haben wir das Thema Architektur und mussten ein Kinderzimmer am Computer einrichten. Es war wie Sims 2 spielen! Also eigentlich richtig hart langweilig. Ich saß neben Wety also habe ich mich natürlich ablenken lassen. Wir haben uns gegenseitig unsere lieblings Onlinegames auf Spieleaffe.de gezeigt.
(…)

Textausschnitt von Yves Sanwidi

Ich erinnere mich an den Druck in meiner Brust als ich dir dabei zusehen konnte, wie du dich verwandelst. Wie du ein anderer Mensch wurdest. Und wie lange du später so getan hast als wüsstest du nicht wovon ich spreche. Du klangst so überrascht als du einsahst, dass du durchschaut warst. So ehrlich überrascht.

Ich erinnere mich an den Moment, in dem ich dir sagen musste, dass du an einen Punkt gekommen bist, an dem ich dich nicht weiter reinlassen kann. Dass du weiter gegangen bist als dass ich dir noch in die Augen sehen kann. Einen Punkt, den ich seitdem überwunden habe. Ich erinnere mich an meine Machtlosigkeit, als du deine Hand an der Wand zertrümmertest.

Text von Sarina Tharayil

Hi, Sarina + Domenic, sukam ano

Bin gestern spät und gut angekommen!

Umma Bin gut in Berlin angekommen. Umma
Ich komme jetzt gerade am Badischen Bahnhof
an. Seid ihr gut angekommen?
Liebe Grüsse aus Basel!

Arrived safely in Bombay.

Und noch fondue zum znacht

Gute Reise Papa, viel Energie!

I prefer both, Rapucino und Novilla flavour Warten

vor dem Gate für Hyderabad to Bombay flug.  I miss

you too!
Liebe Grüsse aus Brentschen!

Bin gut in Berlin und Zuhause angekommen.

Umma I miss seeing my Swiss family!
Warten vor dem Gate in Cochin. Alles
ok. Schöne Berge!
was ässu wer?

Bin gut in Hamburg angekommen, umma

Lackierte Nägel (Ausschnitt) von Rayén Garance Feil

[…] Die Klippen waren steiler als erwartet, ich habe uns schon in die Tiefe stürzen sehen. Mein Gesicht ist von den Tränen so salzig wie das Meer. Eigentlich ist der Moment schon vorbei, der Schreck schon vergangen.

Wir sitzen jetzt an einer sicheren Bucht, Noah lackiert uns die Fingernägel rot. Die anderen laufen lachend ins Meer, aber ich bleibe auf den Felsen sitzen und wate erst in die Wellen, als die anderen sich nackt sonnen. Ich drehe mich nicht um, versuche meine Wut dem Wasser zu übergeben; sie von jeder Welle, die meinen Körper umschwappt, abwaschen zu lassen. Wie gut kann man sich entspannen, wenn man darauf achten muss, sich die Füße nicht an spitzen Steinen blutig zu treten? […]

Gedicht von Rashidah Hassen Mohmed

Vergangenheit
sie ist so leicht, sie
ist Seide im Orkan
Lavendel vor dem Wirbelsturm
und streift deinen Handrücken 

Jetzt wäre ein Netz
dass dich in Spannung versetzt und dich ersetzt
wenn du nicht nachrennst

Zukunft
was
wie

Text von Noemi Zachowski

Ich erinnere mich wie du in der Ecke am anderen Ende des Zimmers sitzt, mich verängstigt anschaust, mir sagst, du kannst mir nicht mehr vertrauen.

Wie sehr ich dich liebe. Wie ich nichts mehr will, als dich aus dem Spiel deiner Gedanken zu befreien. Wie sehr ich mir wünsche, das Spiel ist gleich vorbei, deine Angst verfliegt, ich dich wieder spüren kann. Wie du trotzdem gehst. Wie mein Herz tausend mal bricht.


– Fremde in mir

Tagebuch (Ausschnitt) von Menuja Jeyalavathas

Es ist ok…ich bin dankbar für dich Energie. Selbst nach so einer langen Geburtstagsfeier schreibst du.

Ich weiß auch, dass dich gewisse Menschen herunterziehen können, auch wenn sie nichts machen. Ja, es liegt bei mir. I know. All meine Gefühle entstehen bei mir. Ich habe gestern gelernt, was mir fehlt. Das ist vollkommen in Ordnung. Jetzt geht es weiter. Du hast einen mutigen Weg eingeschlagen. Kann ich dir vertrauen Energie?

Merchandise

Wir freuen uns, wenn wir euch auch ein kleines bisschen Empowerment und Schönes mit in euren Alltag geben können. Hier kommt nun der Merchandise aus unserer Kampagne “Auf den Spuren von Intersektionalität”. Beutel, Postkarten, Poster mit den Illustrationen von Iman Atwa.

Ihr findet die Sachen im Migrationsrat Berlin oder schreibt uns eine Mail an come-in(at)migrationsrat.de und wir schicken euch das gerne per Post zu!

DinA2 Plakat Panorama
DIN A2 als Panorama

DIN A3 jeweils einzeln
oder
einzeln als Postkarten.

“Break Room” – Teilprojekt

Basierend auf einem Bild von Marie Minkov (@mmariemkv).

Ziel des Projekts Break Room ist es queere Schwarze Jugendliche, Indigene Jugendliche und Jugendliche of Color in ihrem Schreibprozessen zu unterstützen. Es geht darum sich eine Pause zu nehmen von den alltäglichen Aushandlungsprozessen um Diskriminierung und Texte zu schreiben, die erstmals nur für sich selbst sind. Es geht aber auch darum mit stereotypen Darstellungen und Klischees von queeren BIPoCs (bedeutet: Black, Indigenous, Person of Color) zu brechen, sich der Bewertung eines weißen Urteils zu entziehen und über Kreatives Schreiben differenzierte Bilder von queeren BIPoC zu erzählen. Hierfür hinterfragen wir unsere eigenen Wahrnehmungs- und Lesegewohnheiten, suchen uns Inspiration und Motivation in anderen literarischen Arbeiten. Übers Schreiben können wir uns zum Subjekt machen. Wir können uns Handlungsfähigkeit und Utopien erschreiben, Erfahrungen verarbeiten und neu erzählen und dies als kollektive Erfahrungen verstehen. Deshalb verstehen wir Kreatives Schreiben und die Auseinandersetzung mit diesen Texten als einen empowernden Prozess.

Da wir beide – Simoné und Arpana, die Initiator_innen des Projektes – nur begrenzte Perspektiven mitbringen, finden wir es wichtig, das Projekt stetig auszubauen, sodass wir noch weitere Schwerpunkte in den Schreibworkshops setzen und noch mehr Schreibende mit einbeziehen können. Intersektionalität bedeutet deshalb für unserer Projekt und unsere Initiative einen Prozess einzugehen, der nicht enden wird.

Die Instagram Accounts der Projektorganisator_innen sind @desde.s.mona (Simoné Goldschmidt-Lechner) und @a_aischa (Arpana Aischa Berndt), Break Room hat aber auch einen eigenen Account: @breakroom2020.

“DAMN* – Voicemail” – Teilprojekt

DAMN* (Deutsche Asiat*innen, Make Noise!) ist eine aktivistische Gruppe und politische Plattform für Menschen mit asiatischem Background. Queer Asia ist ein Netzwerk von queeren Wissenschaftler_innen, Akademiker_innen, Aktivist_innen, Künstler_innen und Performer_innen. 

VOICEMAIL ist eine Veranstaltungsreihe für Spoken Word, Comedy, Musik und Performance, die Menschen mit asiatischem Background eine Bühne bietet. Asiatische Menschen in Deutschland werden oft nicht wahrgenommen. Bei Voicemail haben sie deswegen die Möglichkeit “aufs Band zu sprechen” um ihre Erfahrungen, Gefühle und Geschichten zu teilen. Vier Formate sollen verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten bieten. Mit dem Event soll die bewusste Wahrnehmung diverser asiatischer Identitäten gestärkt und ein Communityspace etabliert werden, wo wir uns austauschen, zusammen essen, lachen, weinen, träumen und organisieren können. Ein Format, dass unsere Perspektiven dokumentiert, sammelt und Tokenisierung entgegenwirken möchte. Außerdem soll das Bewusstsein gemeinsamer Kämpfe und die Solidarität zwischen verschiedenen Black-, Indigenous- und People of Color-Communitys gestärkt werden. 

Zu finden sind wir hier:

Instagram: @damn_berlin

Facebook: deutscheasiaten

Soundcloud: voicemail-berlin

Webseite: queerasia.com

“erklär mir mal…” – Teilprojekt

“erklär mir mal…” ist ein digitales, queeres (post-)migrantisches Bildungsformat auf Instagram. In IGTV-Videos erklären vier Moderator_innen wöchentlich politische Begriffe, die Wissenslücken bei jungen Menschen füllen und zur Identitätsfindung beitragen sollen.

Die vier Themenschwerpunkte lassen sich in vier Kategorien einordnen:

A. Queer & Feminismus

B. Politik & Gesellschaft

C. Anti- Rassismus

D. Open Space

In politischen Diskussionen werden oft komplexe Begriffe und Codes genutzt, die für einige sehr einschüchternd wirken können. Daher wollen wir auf einzelne Fragen und Unsicherheiten, die bei der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Diskriminierungsformen aufkommen, eingehen und Begrifflichkeiten aus der rassismuskritischen und sexismuskritischen Theorie barrierearm und zugangsnah erklären. Wir widmen uns in diesem Format Fragen wie: “Wissen wirklich alle, was die Begriffe ‘Heteronormativität’ oder ‘Diaspora’ bedeuten? Wann und warum kamen eigentlich Gastarbeiter*innen nach Deutschland?”

Da queere Menschen mit Migrationsbiografie in den Medien in Deutschland immer noch nicht ausreichend repräsentiert werden, bietet “erklär mir mal…” eine Plattform für eben diese. Zentral hierbei ist es, dass eigene Narrative von queeren Menschen mit Migrationsbiografie eingenommen werden. Diese sprechen über Themen wie Rassismus, stellen aber auch beispielsweise ihre Perspektiven auf Themen wie Nachhaltigkeit dar. In dieser Weise werden durch unser Projekt Inklusion, Empathie und interkulturelles Verständnis gefördert.

“erklär mir mal…” bietet der breiten Öffentlichkeit neue Betrachtungsweisen auf gesellschaftliche und/oder politische Themen. Zudem wird durch die Auswahl der Themen ein Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung bei jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren gefördert. Durch das Weitergeben von Wissen, Narrativen und konkreten Handlungsmöglichkeiten unterstützen wir die Kompetenzentwicklung von Betroffenen und Verbündeten, die sie in politischen Diskursen, aber auch in Alltagssituationen anwenden können. So wollen wir Empowerment und Widerstandfähigkeit fördern.

“erklär mir mal…” findet ihr auf Instagram: @erklaermirmal.

Oder kontaktiert uns: erklaermirmal[at]yahoo.com.

“Loom” – Teilprojekt

Loom strebt eine Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen für Jugendliche und Kinder an, um die Themenfelder Rassismus, Islamfeindlichkeit, LSBTIQ oder/und Vorurteile zu thematisieren. Diskriminierung, hier mit Fokus auf jegliche Form von Rassismus wird aufgedeckt sowie vermindert. Aus diesem Grund arbeitet der Verein in jeglicher Hinsicht intersektional. Dies zeigt sich sowohl im Gründer_innen-Team als auch im Vorstand.

Unsere tägliche Arbeit beinhaltet die Entwicklung unterschiedlichster Projektansätze, und die Organisation öffentlicher Seminare, Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Workshops.

Mit ComE In geht es bei uns um den Anfang; nämlich unsere Gründung. Wir werden alle Social Media Kanäle sowie eine Website erstellen und veröffentlichen und die praktische Gründung durchführen.

Ihr findet uns unter:

Webseite: www.loomverein.org

Twitter: v_loom

Instagram: @loom.verein

Facebook: Loom e.V. Gruppe

“MSG & Friends” – Teilprojekt

Deutsch

Hey Angels, wir sind Drago, Jasmin, Duc, Fritz und Marque. Zusammen organisieren wir MSG & Friends. Wir sind ein Kollektiv aus queeren asiatischen Künstler_innen und Aktivist_innen.

Die Hauptarbeit unserer Gruppe liegt in der gleichnamigen Veranstaltungsreihe, die monatlich in der Deriva Bar Neukölln abgehalten wird. Unser Ziel ist das Empowerment und die Unterstützung von (queer) asiatisch identifizierenden Künstler_innen. Wir möchten daher ein Safer Space bieten, bei dem Künstler_innen mit asiatischem Hintergrund sich und ihre Überzeugungen frei ausdrücken können, ohne den Druck einer weiß dominierten künstlerischen Institution oder eines Urteils. Wir sind selbst organisiert. Dies ist ein Projekt unserer gemeinsamen Bemühungen und unserer tiefen Überzeugung, dass wachsende Netzwerke nicht nur die Repräsentation erhöhen, sondern die Menschen über die verfügbaren Ressourcen zur Bekämpfung von Rassismus und zur Förderung eines stärkeren politischen Engagements angeregt und appelliert werden.

Englisch

Hey Angels! We’re Drago, Duc, Jasmin, Fritz and Marque. Together, we organize MSG & Friends. We are a collective of queer Asian artists and activists.

The central focus of our work lies in monthly event series which takes place in Deriva, a bar located in Neukölln. Our target is the empowerment and the support of Asian-identified artists, with a focus on queer Asian artists. We would like to offer a safe space where artists of Asian heritage can freely express themselves and their beliefs without the influence of white dominated artistic institutions or gazes. We are self-organized. This is a project of our joint efforts and our deep conviction that building connections in our communities do not only increase representation, but can also engage people into greater political involvement to combat racism.

 

Findet uns auf/find us on:
Instagram @msgandfriends

“Verein iranischer Flüchtlinge” – Teilprojekt

Der Verein iranischer Flüchtlinge wurde als eingetragener Verein 1986 in Berlin von iranischen Geflüchteten gegründet. Seit über 30 Jahren sind im Verein neben regelmäßigen allgemeinen Beratungen und Betreuungen, die immer noch unsere Hauptaufgaben sind, verschiedene Projekte entstanden, die auf die Veränderung der Lebenslage der Iraner_innen zurückzuführen sind: Frauen*projekte, Schulprojekte, Jugendprojekte, regelmäßige Deutsch- und Integrationskurse, politische und kulturelle Projekte sind die Ergebnisse dieser veränderten Lage der hier lebenden Iraner_innen. Ab Sommer 2010 hat der Verein nach Absprache mit dem Berliner Senat auch die Beratung und Betreuung in Berlin lebender Afghan_innen übernommen.

Ziel aller unserer Projekte ist nicht die Abkapselung der iranischen Gemeinde, sondern die Verbreitung der emanzipatorischen und gleichberechtigten Werte sowie der Mitwirkung und Beteiligung an unzähligen Institutionen in der Stadt.

Ausgehend vom und orientiert an dem Leitbild des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. unterstützen unsere Mitarbeiter_innen Hilfesuchende zur Bewältigung ihrer Alltagsprobleme. Geprägt von der eigenen Migrationserfahrung sind sie an einem engagierten Einsatz motiviert und reflektieren dies in ihrem Selbstverständnis. Die Einhaltung von Standards für unsere Arbeit wird durch aktive Teilnahme und Mitwirkung an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch interne und externe Qualitätssicherung gewährleistet.

Seit 2020 werden wir vom Migrationsrat Berlin e.V. im Rahmen des Projektes ComE In in der Umsetzung unseres Projektes “Sensibilisierung der iranischen und afghanischen Gemeinde zur Lage LSBTIQ-Geflüchteter” unterstützt. Das Projekt besteht darin, innerhalb unserer Communitys Aufmerksamkeit auf die Themen, Perspektiven und Problematiken geflüchteter queerer Menschen aus dem Iran und Afghanistan zu schaffen, gleichzeitig wollen wir unsere Communities sensibilisieren und in ihrer Öffnung unterstützen, sodass wir gestärkt zusammenkommen können.

Ihr findet uns auf unserer Homepage

Oder kontaktiert uns gerne unter: VereinIranischerFluechtlinge[at]gmx.de

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