8. März 2021

Außerdem: 100 Zitate zum 8. März

100 Statements zum Frauen* Kampftag

Statement from Women in Exile

Bethi

We from Women in Exile and Friends, a group of refugee women* and women* without refugee background, will be celebrating their tremendous effort, made by women* around the world. Whose every day struggles and fights helps to build a better future for all humanity and our planet. We will raise our voices against matters affecting women* to eliminate discrimination, racism and sexism. Not focuson our differences but focus in our strength in being different. Our differences are a power we should use to gain liberation for all! Weiterlesen …

„Ein Tag in Romani Chajis Leben“

Noch immer existiert gesamtgesellschaftlich wenig Wissen und Aufmerksamkeit für die verschiedenen Lebensrealitäten von Sinti:zze und Rom:nja – viele Klischees treffen insbesondere Frauen. Dem möchte der feministische Verein RomaniPhen e.V. entgegenwirken. In dem Film „Ein Tag in Romani Chajis Leben“, haben die Mädchen aus der Mädchengruppe „RomaniChaji“, die sich im Jahr 2018 gegründet hat, ihre alltäglichen Diskriminierungserfahrungen gesammelt und künstlerisch verarbeitet. Weiterlesen …

Neutralität als Berufsverbot

Iris Rajanayagam

Das Bündnis #GegenBerufsverbot hat sich 2017 aus verschiedensten Organisationen und Einzelpersonen, die sich antirassistisch und antisexistisch engagieren, zusammengeschlossen. Ziel ist es, sich gemeinsam und community-übergreifend für die Abschaffung jeglicher diskriminierender Berufsverbote in Deutschland einzusetzen. Der Migrationsrat ist seit der Gründung ein aktiver Teil des Bündnisses.Der Auslöser für die Gründung des Bündnisses war zunächst das Gesetz zu Artikel 29 der Verfassung von Berlin vom 27. Januar 2005, auch „Neutralitätsgesetz“ genannt. Dies existiert seit 2005 und verbietet Menschen, die aus ihrem Glauben heraus sichtbare religiöse Kleidung tragen, den Zugang zu gewissen Berufen im öffentlichen Dienst, wie zum Beispiel bei der Polizei, in der Justiz und im Lehramt staatlicher Schulen. Das Gesetz ist zwar auf den ersten Blick tatsächlich „neutral“ formuliert; de facto stellt es jedoch ein Berufsverbot für muslimische Frauen* mit Kopftuch dar. Weiterlesen …

Psychische Gesundheit für Betroffene von (Mehrfach-) Diskriminierung und Gewalt

Was kann eine Beratungsstelle leisten? Was muss darüber hinaus geschehen?

LesMigraS

Die Lesbenberatung Berlin ist eine psychosoziale Beratungsstelle, die gemeinsam mit ihrem Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich LesMigraS Unterstützung für LSBTIQ+ Menschen bietet. Unser Angebot umfasst intersektionale psychologische Beratung, Rechtsberatung, und die Organisation von Workshops, Gruppen und Veranstaltungen rund um die Themen Empowerment, Mehrfachdiskriminierung, Gewalt und Rassismus. Seit über 20 Jahren konzentriert sich LesMigraS hierbei vor allem auf Schwarze, migrantische, indigene, und/oder geflüchtete LSBTIQ+ Menschen. Auf Basis von Diskriminierungserfahrungen innerhalb der Gesamtgesellschaft leiden unsere Nutzenden häufig unter Ängsten, Depressionen, sozialer Isolation, post-traumatischen Belastungsstörungen und damit verbundenen Suizidversuchen. Unter geflüchteten Menschen prägt sich dieses Muster deutlicher aus als unter nicht geflüchteten Menschen. Weiterlesen …

“Privatsphäre und Sicherheit können in Lagern niemals gewährleistet werden“

Dr. Victoria Faison über die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns auf die Situation von Menschen, die von Abschiebung bedroht sind.

Wie haben sich die Behördenschließungen bzw. das Home-Office von Behördenmitarbeitenden und Beratungsstellen auf die Situation von Menschen ausgewirkt, die von Abschiebung bedroht sind?

Das Landesamt für Einwanderung, die ehemalige Ausländerbehörde, und manche anderen Behörden haben einen Ermessensspielraum, was solche Entscheidungen betrifft. Wenn es zum Beispiel um den Aufenthalt zum Zweck der Berufsausbildung oder des Schulbesuchs geht, wurde es den Betreffenden nicht negativ angerechnet, wenn die Ausbildung unterbrochen werden musste oder die Prüfung aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnte. Weiterlesen …

“Wir sollten auf Beteiligung von Menschen setzen”

Tanja Gangarova über HIV und Geschlechterverhältnisse und erforderliche Maßnahmen gegen Stigmatisierung, Rassismus und Diskriminierung in der Präventionsarbeit.

Liebe Tanja, HIV und Aids werden nach wie vor als „Schwulen-Problem“ wahrgenommen. Dabei lag der Anteil der Frauen an den HIV-Neuinfektionen im Jahr 2019 bei fast der Hälfte. Was hat HIV mit Geschlecht zu tun?

Foto von Tanja Gangarova

Foto: privat

Im Jahr 2019 lag der Anteil der Frauen an den HIV-Neuinfektionen weltweit bei 48%, ein Großteil davon waren Frauen of Color und Schwarze Frauen. Ganz klar hat HIV also auch mit Geschlecht und Geschlechterverhältnissen zu tun. Aber es geht natürlich um viel mehr: Sexismus hängt ja immer auch mit Rassismus, den Klassenverhältnissen, Kolonialismus, Homo- oder Transfeindlichkeit zusammen: Wirtschaftliche und finanzielle Ungleichheit, fehlende sexuelle und reproduktive Rechte, Gewalt, Diskriminierung und auch ein eingeschränkter Zugang zu Bildung behindern u.a. den Zugang zur Gesundheitsversorgung. Diese Verhältnisse setzen Frauen HIV-bezogenen Risiken aus und sorgen so für neue HIV-Infektionen. Trans-Frauen, Frauen in der Sexarbeit; obdachlose Frauen; Frauen, die Drogen konsumieren, sind zudem einer Mehrfach-Stigmatisierung und -Diskriminierung ausgesetzt. Daraus wird oft sogar eine Mehrfach-Kriminalisierung, die wiederum schlimme Folgen für die Gesundheit und das Leben haben kann. Weiterlesen …

„Mit den Folgen der Isolation werden wir noch lange zu kämpfen haben…“

Sasha Kolotev im Gespräch mit Sema Turhan Çetin vom Interkulturellen Frauenhaus

Schon zu Beginn der Pandemie und des ersten Lockdowns wurde vermutet, dass Fälle häuslicher Gewalt zunehmen würden. Könnt ihr als Interkulturelle Initiative das bestätigen, nach nun einem Jahr Lockdown? Welche Entwicklungen beobachtet ihr?

Die Befürchtung war ja tatsächlich beim ersten Lockdown, dass der große Ansturm parallel dazu laufen würde und dass Frauen die Frauenhäuser während des Lockdowns einrennen würden. Vorbeugend wurden Hotels angemietet, weil bereits davon ausgegangen wurde, dass ein Ansturm kommen wird. Die Frauenhäuser sind alle voll, auch die angemieteten Hotels waren zwischenzeitlich komplett belegt. Die Häuser sind auch unabhängig von der Pandemie immer voll ausgelastet, der erwartete große Ansturm kam dann aber tatsächlich erst nach der ersten Lockerung, im Sommer also. Die Annahme, dass Frauen durch den Lockdown kaum freie Zugänge zu Hilfesystemen haben würden oder keine Möglichkeiten hätten, sich Hilfe zu holen, hat sich definitiv bestätigt. Weiterlesen …

CoLiberation Berlin: Gemeinsam gegen das polnische Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen – nicht nur am 8. März

In Polen ist das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Kraft getreten, und auch die „Pille danach“ ist nur schwer zu bekommen. Sie ist rezeptpflichtig, Ärzt_innen, die die „Moral-Klausel“ anwenden, können die Verschreibung verweigern. Vor diesem Hintergrund haben wir uns in Berlin als queer-feministisches, polnisch-sprachiges Kollektiv neu-organisiert und die bisherige Arbeit und die bisherigen Strategien überdacht. Wir haben verstanden, dass wir das Kollektiv sein wollen, das viele von uns zu Beginn ihres Aktivismus gern gehabt hätten: ein feministisches Kollektiv, das queer, antifaschistisch und antikapitalistisch ist. Weiterlesen …

Feministische Kämpfe und Pandemie

Was bedeutet uns der 8. März?

Die Auswirkungen der Pandemie und des Lockdowns treffen marginalisierte Gruppen besonders hart. Nicht nur wirtschaftliche und finanzielle Geschlechter-Ungleichheiten werden sichtbarer, es zeigt sich jetzt noch deutlicher als zuvor, wie sie mit Gewalt und Diskriminierung, Rassismus, kolonialen Kontinuitäten, Klassenverhältnissen, Ableismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit zusammenhängen. Weiterlesen …

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